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We all deserve to die - Der etwas verspätete Bericht zu Sweeney Todd

 

Seit langer Zeit mal wieder ein Blogeintrag und gleich ein Bericht zu einem Musicalbesuch im Januar. Leider spinnt das Layout meines Blogs ein bisschen rum. Verzeihung!
Ich denke, ich werde bald mal wieder öfter bloggen.

„Sweeney Todd – der mörderische Barbier aus der Fleet Street“ . 23.01.2010, 19.30 Uhr, Landestheater Coburg

Mein erster Musicalbesuch sollte dieses Jahr also nicht so lange auf sich warten lassen. (Letztes Jahr war er im Juli!)
Die Karten hatte ich ja gewonnen und das machte die ganze Sache gleich noch besser.

Wir fuhren dann also Punkt 6 los, Richtung Coburg und waren keine Stunde später auch schon da. Trotz gewonnener Karten waren wir nicht sicher, ob wir an diesem Abend wirklich im Theater sitzen würden, denn vielleicht wäre die Abendkasse, wo wir die Karten abholen sollten, ja schon geschlossen oder wir hätten die Karten nicht bekommen – oder sonst was.
Es verlief dann allerdings doch alles reibungslos und wir bekamen die Karten. Die Plätze waren Reihe 8, Parkett Platz 16 & 17, rechts. Gar nicht mal so schlecht. Die Plätze bieten übrigens viel Raumfreiheit. Platz 17 war am Rand und ich nahm den Platz gleich in Anspruch, was ich zu Beginn des Stückes noch mal kurz bereute, weil genau neben mir eine Tür war und ich immer noch leicht paranoid bin, so wegen Cats und so von wegen Darsteller kommen durch die Türen und so.... allerdings war der Orchestergraben zwischen Bühne und Zuschauerraum

Bevor es los ging, hatte ich nur kurz eine melancholische „Ach ja, damals bei JCS“- Phase.

Aber hier erstmal die Besetzung:

Sweeney Todd: Steffen Löser
Mrs. Lovett: Ulrike Barz
Anthony Hope: Jason Tomory
Johanna: Katrin Dieckelt
Tobias Ragg: Benjamin – Edouard Savoie
Richter Turpin: Michael Lion
Bettlerin: Petra Gruber
Büttel Bamford: Sascha Mai
Pirelli: Kostas Bafas
Jonas Fogg/ ein Vogelhändler: Matrin Trepl

Chor, Orchester und Statisterie des Landestheaters

Am Anfang war als „Vorhang“ sozusagen eine große gemalte Häuserwand zu sehen. Diese erhob sich dann und es ging los mit der „Mär von Sweeney Todd“, die im Stück immer mal wieder stückchenweise meist vom Ensemble vorgetragen wurde. Die ganze Show war auf Deutsch, was mich aber nicht so gestört hat, obwohl ich den Film immer nur auf Englisch gucken mag.
Als Kulisse gab es ein Häuschen, das Mrs. Lovett’s Pastetenladen (auf dem „Lovett’s Loveley Pasteten stand, was mich schon leicht verwirrt hat) darstellte. Vorne der Verkaufsraum, hinten „Wohnzimmer“ und an der Seite die Tür zur Backstube. Oben drauf befand sich dann Sweeney’s Barbiersalon. Wenn ich mich nicht irre (und ich irre nie….., äh falsches Musical), war das Häuschen, das, welches bei Jesus das Priesterhäuschen war. Außerdem gab es eine (oder sogar zwei fahrbare Treppen) und so was wie eine „Brücke“ über die Bühne. Ein bisschen gestört hat es mich, dass das Haus und die Treppen immer von Ensemblemitglieder herum geschoben und bewegt wurden und die sich dann einfach abwartend darunter gesetzt haben.
Den Film mit Johnny Depp habe ich zweimal bisher gesehen und ich hatte doch einiges wieder vergessen. So wurde im ersten Akt noch gar nicht viel gemordet. Nur Pirelli musste dran glauben. Mutig, wie ich war, habe ich nicht weggeguckt und der Mord war auch nicht schlimm, man hat nicht einmal Blut gesehen. Besonders gefallen im ersten Akt haben mit „My Friends“ („Mein Freund) – da liebe ich es vor allem, wenn Todd und Lovett zusammen singen- , „Johanna“ und das Schlusslied, ich glaube es heißt „A little priest“.

In der Pause kam es einen lustigen Zwischenfall, als zwei (nicht ganz so männlich wirkende) Herren auf die Damentoilette gehen wollten.

Im zweiten Akt wurde ein bisschen mehr gemordet, diesmal sogar mit etwas Blut. Die armen Opfer haben mir jedoch immer Leid getan, wenn sie sich von dem Stuhl in die „Backstube“ herunterschubsen lassen mussten und sich dabei nicht bewegen durften. „By the Sea“ liebe ich im Film. In Coburg war es auch gut, aber gegen einen auf einer Sommerwiese sitzenden, grimmigen, einen schwarz-weiß gestreiften Badeanzug tragenden Johnny Depp kommt nichts an.
Erwähnenswert wäre vielleicht noch, dass der Doktor der Irrenanstalt, nicht wie im Film von Anthony seinen „Patientinnen“ überlassen wird, sondern erschossen. Anthony als Perückenmacher, hebt die Pistole, lässt sie wieder sinken. “Ich kann nicht!“ Johanna: „Ich kann!“ – Schuss. Das ganze passierte übrigens hinter einer Schattenwand.
Am Ende stand der arme Tobias dann zwischen den Leichen von Turpin, Bettlerin und Todd (und Mrs. Lovett im Ofen) und zwei Polizisten tauchten mit Johanna und Anthony auf – und ich dachte, „Nein, jetzt macht ihn nicht für alle Morde schuldig, er hat doch nur Sweeney umgebracht!“ Nun, er wurde nicht verhaftet, sondern alle haben noch einmal „Die Mär von Sweeney Todd“ gesungen, bei dem alle „Opfer“ dann auch wieder auferstanden sind, ebenso wie Mr. Todd selbst.

Sweeney Todd: Steffen Löser
Er hat es sowieso schwer gehabt, denn wer kommt schon gegen einen Johnny Depp an? Ehrlich gesagt habe ich auch gar nicht so viel auf sein Schauspiel und seine Emotionen geachtet. Aber sein Gesang war gut und in „An der See“ war er schön schmollig.

Mrs. Lovett: Ulrike Barz
Sie war tooll! So schön durchgeknallt und auch doch wieder nicht, so „mit einem großen Herz“ und doch skrupellos. Ihr Schauspiel war *love* Ihr Gesang war auch toll und vielseitig. In „Jekyll & Hyde“ hat sie die Lucy gespielt und an einer Stelle habe ich wirklich mal gedacht , "das hätte jetzt zu „Mädchen der Nacht“ gepasst.“

Anthony Hope: Jason Tomory
Er hat mir auch gut gefallen, auch wenn mit seine Stimme am Anfang etwas zu tief war für einen jungen Seemann. Sein Zusammenspiel mit Johanna war schön.

Johanna: Katrin Dieckelt
Sie hatte eine sehr opernhafte Stimme. Teilweise war sie mir zu opernhaft, denn ich habe sie manchmal gar nicht verstanden. Trotzdem hat sie gut zur Rolle gepasst und ich kann nicht sagen, dass ich sie nicht mochte.

Tobias Ragg: Benjamin – Edouard Savoie
Hach!  Der Star des Abends! Im Film ist Toby ja ein kleiner Junge. Hier war es schon ein erwachsener Mann, der allerdings etwas im Kopf zurückgeblieben ist. Benjamin hatte so einen (amerikanischen?) Akzent, der so super zu der Rolle gepasst hat, weil er ihn dadurch etwas unbeholfen hat wirken lassen. Vom Gesang her hat er mich übrigens voll an Eric Minsk und „die tote Crew“ erinnert.
Er war einfach nur toll, toll, toll!!

Richter Turpin: Michael Lion
Es kam mir so vor, als hätte er im Film mehr Auftritte. Zu ihm kann ich nicht viel sagen, außer, dass er etwas steif wirkte und ja….

Bettlerin: Petra Gruber
Hat gut gesungen und hatte eine größere Rolle, als im Film.

Büttel Bamford: Sascha Mai
Er war auch etwas steif. Gut, das ist vielleicht auch rollenbedingt. Kurzzeitig sah es echt mal so aus, als würde er gar nicht selber singen, sondern nur seinen Mund bewegen.

Pirelli: Kostas Bafas
In einer Kritik hab ich gelesen, dass er Pirelli zu überzogen spielt. Aber ich finde, Pirelli muss man überzogen spielen, weil Pirelli überzogen ist und sich selbst nur bestmöglich verkaufen will. Sein Auftritt beim „Rasierwettbewerb“ war jedenfalls lustig, genau so wie sein italienischer Akzent. Als er den dann nicht mehr hatte, als er Todd erklärte, dass er ihn erkannt hat, klang er aber irgendwie Spanisch, obwohl er (also) die Rolle ja eigentlich Ire sein soll. Vielleicht, war es aber auch Griechisch, wenn ich mir den Namen so angucke.

Alles in allem war es ein gelungener Abend mit guter Unterhaltung – und hey, gewonnenen Karten! Sweeney Todd ist kein Stück, aus dem man raus geht und sagt: „Ach, war das schöön!“ , aber gefallen hat es einem trotzdem. Es hat einfach so einen bestimmten bösen Humor und eigentlich ist es echt ein geniales Stück, das man gut auch auf die heutige Zeit übertragen kann.

Im Programmheft, das 1.40 Euro gekostet hat, gibt es übrigens ein Rezept für „Worst Pies“ – jemand Interesse?

Ach und, ich hab die kleine knuffige Omi aus JCS wieder entdeckt,die den "Hosanna"-Chor dirigiert hat.

„Jesus Christ Superstar“, Alte Oper Erfurt 11.04. 1010, 18.00 Uhr oder Too much Judas on my mind

„Jesus Christ Superstar“ – Alte Oper Erfurt 11.04. 1010, 18.00 Uhr

Also, wo fang ich an? Viel Vorgeschichte gibt es nicht – außer den kleinen Schock, dass das eine tschechische Produktion sein sollte und ich erst dachte, die singen auf Deutsch – aber das wisst ihr ja schon.
Nachdem wir eigentlich erst mit dem Zug fahren wollten, haben wir meinen Vater dann doch überredet zu fahren und so machten wir uns um 4 auf den Weg und waren ungefähr ne Stunde später da. Navi lenkte uns dann von hinten ans Theater ran und ich war erstmal geschockt. „Ihr Ziel befindet sich rechts“ – das ganze war aber sehr heruntergekommen. Es stellte sich heraus, dass das irgendein hinterer nicht renovierter Teil der Oper war, also wirklich dazu gehörte. Nachdem wir einen Parkplatz gesucht haben, sind wir dann von vorne zur Oper gekommen. Ziemlich klein und auch nicht unbedingt eine Augenweide. Wir sind dann irgendwann rein und haben uns ein Programmheft gekauft. 3 Euro für 3 Seiten. Aber die Songliste war auf Englisch, was daraufhin wies, dass das Stück doch in Englisch gespielt werden würde. Zum Glück!

Hier nun mal die Besetzungsliste, das wird lustig:

Jesus of Nazareth: D. Vitázek oder R. Jicha
Judas Iscariot: P. Gazdik oder J. Jackuliak
Mary Magdalene: J. Gazdiková oder J. Musilová
Caiphas: J. Apolenar oder I. Ondricek
King Herod: J. Mazák oder J. Junak
Pontius Pilate: K. Skarka (juhu nur eine Besetzung)
Peter: R. Gajdos oder J. Ulicnik
Simon: L. Janota
Annas: P. Brychta oder V. Volecko
1.Woman: Jana Glocová (die einzige bei der der Vorname da steht.)
Die anderen spar ich mir jetzt mal.
Tschechen scheinen nicht besonders viel Wert darauf zu legen, dass man weiß wer singt bzw. ihre Sänger kennen lernt.

Wir saßen Reihe 9, die Reihe 5 war, auf den Plätzen 27 und 28 rechts. Insgesamt fühlte man sich recht eingeengt, weil die Sitze so nah beieinander waren und besonders schön waren sie auch nicht. Insgesamt wirkte sowieso alles ein bisschen amateurhaft, so als ob das Theater nur auf Sparflamme liefe. Wie schade! Vor mir hatte ich leider noch einen großen Kopf – allerdings nur bis „Hosanna“, dann ging das Paar vor uns nämlich. Wenn sie meinen….

Akt I:
Logischerweise ging es los mit der Ouvertüre und die war voll schön. Das Orchester war kraftvoll und spielte gut. Das Bühnenbild war eine Art Leinwand mit Wüstenbild und eine Art Brücke, die aus zwei Treppen bestand, und unter die man sich setzen konnte. Die Aufführung war nicht modern gehalten, sondern alle Kostüme waren historisch. Dadurch war diese Inszenierung gleich ganz anders, als die, die ich damals in Coburg gesehen habe.
Wie ihr vermutlich wisst, liebe ich die Figur des Judas sehr und „Heaven on their minds“ liebe ich fast noch mehr. Das Lied ist sozusagen Judas’ Bewährungsprobe. Erstmal hab ich aufgeatmet, als Judas da wirklich angefangen hat auf Englisch zu singen. Und war er am Anfang noch etwas leise, hatte er mich spätestens ab (the myth) „from the man“ von seiner Stimme überzeugt.
Bei „What’s the buzz“ hab ich erstmal Jesus’ Einsatz verpasst, weil ich zu beschäftigt damit war Judas zu beobachten. Das mach ich zu gerne, das ist sehr interessant. Aber zu ihm später. Am Ende von „Everything’s alright“ haben sich alle auf den Boden schlafen gelegt, inklusive Judas. Vor/bei „This Jesus must die“ sind dann alle, außer Judas, von der Bühne gegangen und die Priester und so haben gesungen, Judas hat ihnen zugehört. Das fand ich sehr gut, weil man dadurch gesehen hat, wie er überhaupt erst auf die Idee gekommen ist zu ihnen zu gehen. Irgendwann ist er dann aufgestanden und gegangen. Es folgte ein echt tolles „Hosanna“ (und das nicht nur wegen der Palmwedel und weil der Kopf vor mir weg war). Ich hatte richtig Lust auch auf die Bühne zu hüpfen und mitzumachen. Leider wurde Judas weggeschickt und er kam erst bei „I don’t know how to love him“ zurück. Das können die doch nicht machen! Dafür durften er und zwei andere Jünger eben während „I don’t know….“ auf der Bühne bleiben und schlafen, wie Jesus. Judas hat allerdings Mary beobachtet, immer wenn sie am Bühnenrand stand und gesungen hat. Nach „Damned for all time“ war der erste Akt bereist nach 45 Minuten zu Ende. Wow, das ging schnell!

Akt II:
„The Last Supper“ zog ziemlich schnell an mir vorbei. Nach Judas’ und Jesus’ ersten Streitgespräch, bei dem Jesus Judas ja auffordert zu gehen, tat dieser das dann auch und Jesus hat dann weiter Brot verteilt und sozusagen versucht normal weiterzumachen. Aber da hatte er nicht mit Judas gerechnet, der zurückkam. Die beiden haben sich dann später auch noch umarmt, aber dann hat Jesus ihn weggeschubst.
“Gethsemane“ war das Highlight des Abends. Sehr kraftvoll, mit wenig leisen, dafür aber sehr langen Tönen. War das Publikum ansonsten eher lahm, gab es hier sogar Zwischenapplaus. (Vielleicht aber auch nur, weil keiner wusste, das es noch mal weiter ging. )
Im zweiten Akt wurde generell mehr umgebaut. Leider auch sichtbar und dadurch mit kleinen Unterbrechungen. Die Treppenteile der Brücke wurden zusammen geschoben nach links für Pilate und nach rechts für Herodes und zwischendrin auch noch mal in die Mitte. Herodes hatte ein paar sehr schmächtige und überhaupt nicht schwule Jünglein und ein paar Mädels um sich rum. „Could we start again please“ wurde bei „… we start“ unterbrochen von der Anfangsmelodie von „Judas’ Death“ – fand ich toll. Judas hat sich dann erhängt – ähnlich wie Serkan als Lucheni auf der Elisabeth DVD. Beim „Trial“ wurde Jesus diesmal nicht kopfüber hochgezogen und ausgepeitscht, sondern „nur“ von zwei Soldaten an Seilen festgehalten. So wie es eben wirklich gewesen sein soll. Überhaupt haben sie in dieser Produktion viel Wert darauf gelegt, dass alles so war, wie es angeblich war. Zum Beispiel wurde Jesus auch richtig an ein Kreuz gehangen, das er vorher tragen durfte und einer der Römer hat ihn mit einem Schwamm etwas zu trinken gegeben. Dadurch war das Ende sehr realistisch und sehr nahe gehend.
Und eigentlich müsste man nach einem so bewegenden Ende mit „John Ninty Forty-One“ ganz ruhig aus dem Theater gehen, aber die Tschechen schienen noch nicht nach Hause zu wollen , denn es gab so was wie Zugaben. „Hosanna“ (wollte Jesus das Publikum auffordern mitzusingen?), „Simon Zealotes“, „Superstar“ und noch mal „Hosanna“ wurden jeweils noch mal angespielt. Und trotzdem war das Stück bereits nach nur zwei Stunden Schluss.

Nun zu den Darstellern, deren Namen ich ja nicht weiß.

Jesus:
Er war eigentlich echt so, wie man sich einen „richtigen“ Jesus vorstellt. Er sah so aus und er war sympathisch. Gesungen hat er auch sehr gut, wie schon bei „Gethsemane“ erwähnt. Nur hat er im zweiten Akt angefangen einen stärkeren russischen/ tschechischen Akzent zu haben. Lustig war vor „Gethsemane“ sein „Peterrrr“.  :D

Judas:
Am Anfang war seine Stimme etwas leise, was am Orchester lag, das ab und an etwas zu laut war. Wenn er leiser gesungen hat, war seine Stimme rauchig, aber wenn er lauter gesungen hat und die Töne so richtig lang ausgesungen hat, fand ich ihn toll. Er war irgendwie ein rauer Judas, einer, der sich nicht wirklich anmerken lässt, wie verzweifelt er wirklich ist. Er war mehr zynisch und manchmal irgendwie auch gemein. Aber ich weiß es ja besser. Bei „Damned for all time“ und manchmal an anderen Stellen hat er seinen Text verhaspelt und dann irgendwie weggenuschelt. Sein „Superstar“ hätte ich mir noch ein bisschen, hm,… „superstariger“ gewünscht. Aber insgesamt hat er mir doch gut gefallen, auch wenn ich mich manchmal gefragt habe, was wäre, wenn da jetzt Serkan auf der Bühne stände.

Mary Magdalene:
Sie war nicht die beste Sängerin, aber sie war mir sympathisch. Und eigentlich mag ich Mary ja nicht so.

Pilate:
Ihn fand ich toll. Er sah römisch aus und irgendwie manchmal leicht tuntig, aber irgendwie auch wieder nicht. Gesungen hat er auch gut, er hatte von allem die beste englische Aussprache, fand ich.

Caiphas & Annas:
Annas hätte eine höhere Stimme haben können, Caiphas war tief genug. Annas hat „informations“ gesungen – autsch!

Simon:
Sein Lied hatte mehr Power als das damals in Coburg, was schon mal positiv war. Er sah auch aus wie ein richtiger Tscheche, er könnte auch einen Prinz in so einem Märchenfilm spielen.

Peter:
“Peterrrr!“Tut mir Leid, aber seinen ersten Part bei „Could we start again, please?“ hat er so was von verhauen. Er konnte mich nicht wirklich überzeugen.

King Herod:
Ihn konnte man schlecht verstehen, aber ich hab eh nicht so auf ihn geachtet.

Ensemble:
Dem Ensemble hat man angesehen, das es Spaß hatte. Eine Darstellerin ist mir besonders aufgefallen, sie hat Judas beim Ende von „Everything’s alright“ lange so angeguckt, als ob sie sich fragt, warum er denn jetzt schon wieder Ärger machen musste. Aber auf eine eher liebevolle Art. Außerdem hat sie mich an eine Darstellerin erinnert. An Nadine Schreier oder ein Ensemblemitglied von irgendwo anders her.

Ich könnte jetzt einen großen Vergleich machen zwischen den beiden Inszenierungen, die ich gesehen habe, mach ich aber nicht. Dadurch dass die eine modern und die andere eben nicht modern war, geht das auch sehr schwer. Beide waren gut und haben mir gefallen und ich könnte mir JCS sowieso noch ganz oft ansehen. Hauptsache auf Englisch und Hauptsache Judas stimmt.

HAPPY BIRTHDAY, BLOG!

 

Heute ist der 18.04., was heißt, dass ich meinen Blog nun genau ein Jahr lang habe. In dem Sinne kommt hier ein kurzer Blogeintrag:

 HAPPY BIRTHDAY,BLOG!

In den nächsten Tagen folgt vermutlich ein neues Banner und eine Rezesion über die "Mozart L'Opera Rock" - CD.

Und ich wünsch euch erstmal einen schönen Frühling. Genießt die Sonne! emotion