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Evita Open Air; Magdeburg; 19.06.2010

Evita Open Air; Magdeburg; 19.06.2010

Am Samstag ging es also auf zur Da Capo Lesreise. Ich muss sagen, ich mag es nicht so, die Karten vorher noch nicht zu haben, aber was soll man machen.
Einmal Umsteigen in Erfurt, wo es leider keine neue „musicals“ gab und ziemlich bald waren wir auch schon in Magdeburg.
Das Hotel war ein Hundertwasserhaus und wirklich super cool und schnuckelig. Die Straße hieß übrigens „Breiter Weg“ – wir wissen also jetzt, wo die Musical WG ist.  Der Domplatz und somit die Bühne waren praktisch gleich um die Ecke.
Aber es sollte ja erst um neun losgehen. Ab und an sah es so aus, als ob es gleich regnen würde, was wir natürlich nicht wollten.
Um 20.15. wurden dann die Karten im Hotelfoyer von einem Da Capo Mitarbeiter überreicht: Reihe 6, Tribüne Mitte Platz 32 &33.
Die Bühne sah echt groß aus und irgendwie auch imposant. Es gab nicht so viel Kulisse, aber es gefiel mir trotzdem.
Ein Blick auf die aushängende Besetzungsliste brachte mir noch mal Gewissheit, dass wirklich Drew spielen würde. Man kann ja nie wissen, was da alles so passiert.

Besetzung:
Eva Perón: Simone Geyer
Ché: Drew Sarich
Juan Perón: Ethan Freeman
Agustin Magaldi: Iago Ramos
Peróns Geliebte: Heide Kalisch oder Jenny Stark (ich weiß es nicht mehr)
Evas Mutter: Gabriele Stoppel-Bachmann
Evas Schwestern: Ulrika Bäume, Uta Zierenberg
Mädchen: Paula Töpel (wenn ich nicht irre)

Das Stück ging los – Drew kam auf die Bühne geschlendert. Juhu, ich sehe ihn wirklich live! Ich kannte von Evita ja jetzt nicht so viel – außer ein paar Lieder und Titel. Einige haben mir dann aber doch sehr gut gefallen, u.a. „Ich wäre wirklich gut für dich“ oder „Jung, schön und geliebt“ oder „Wach auf, Argentinien“ oder auch Ché’s Parts in „Spendengelder fließen“ und dem Regenbogentour-lied, sowie der Walzer für Eva und Ché.
An einer Stelle stand Drew alleine auf der Bühne und Simone kam in ihrem Glitzerkleid von der anderen Seite – da kam mir dann mal kurz „Wenn ich tanzen will“ in den Sinn. Wäre bestimmt auch super geworden.
Es hat dann natürlich doch mal kurz angefangen zu regnen, aber es hätte uns auch schlimmer treffen können. Die Darsteller sind da sowieso mehr zu bemeitleiden.
Erstaunlicherweise gab es auch nicht viele Hintergrundgeräusche von außerhalb.
Als nach der Pause dann die Ansage kam, dass es nächstes Jahr „Die Schöne und das Biest“ Open Air geben würde, gab es erstmal ein kollektives „Ohhhh“
Das Ende war auch toll. Drew schnippst und das Licht geht aus.
Die Inszenierung hat übrigens ein echt tolles und informatives Programmbuch.
Und zum zweiten Mal habe ich Requisiten-geldscheine mit nach Hause nehmen können - diesmal hat Ché die in die Menge geschmissen.


Evita: Simone Geyer
Sie hat mir gut gefallen. Ihr Auftritt in diesem prachtvollen Kleid war wirklich wow. Und „Wein nicht um mich, Argentinien“ hat sie echt super gesungen. Obwohl ich das Lied nicht mag und finde, dass es ein komisches Ende hat und ich mich sowieso frage, warum das Volk denn an dieser Stelle schon um sie weinen sollte. Und auch obwohl Evita mir an sich jetzt nicht sonderlich sympathisch ist.

Ché: Drew Sarich
Endlich, endlich, endlich hab ich ihn live gesehen. Ich hab natürlich die meiste Zeit auf ihn geachtet. Am Anfang hatte er noch nicht solche großartigen Sachen zu singen, aber im zweiten Akt hat sich das zum Glück geändert und er konnte auch mal zeigen, was er stimmlich drauf hat. Da gab es ein paar schöne Stücke, leider weiß ich bei den meisten die Titel nicht, aber zum Beispiel „Jung, schön und geliebt“. Und überhaupt hat er so gut gepasst: er war so cool und lässig und zynisch und aufrührerisch und einfach so passend … und ich hör jetzt besser mal zu schwärmen auf. Mich würde jetzt aber trotzdem mal interessieren, wie Serkan das so als Ché macht.

Perón: Ethan Freeman
Ethan ist schon cool. Leider hatte er nicht so viel zu singen, aber er war trotzdem cool.

Geliebte Perón’s
Sie hatte echt Pech, weil es gerade bei ihrem Solo zu regnen anfing. Und sie barfuß und in kleinem Nachthemdchen und außerdem haben da alle ihre Regenponchos rausgekramt und übergezogen.

Magaldi: Iago Ramos
Ich wusste nicht, dass sein Lied so kurz ist – wenn es sein Lied war, er hat es auf Spanisch gesungen. Auf Deutsch hat man ihn auch kaum verstanden.

Der Chor und das Ballett waren auch nicht immer so verständlich und hätten vielleicht etwas kräftiger sein können.

Und irgendwie ist Evita ein Drei-Mann-Stück! Auch wenn ich sicher nicht die erste bin, die das feststellt.

Fotos auf fb sind auch on.

Phantasie....

 

Dieses Zitat habe ich heute am Schaufenster des Bücherstübchens, dem Buchladen einer Bekannten, entdeckt und es hat mir gleich sehr gut gefallen:

"Phantasie ist die Gabe unsichtbare Dinge zu sehen."
(Jonathan Swift)

Auf geht's nach London!

 

Eigentlich wollte ich ja seit zwei Tagen über Glee bloggen - eine wirklich geniale Serie. Aber irgendwie hab ich noch nicht wirklich was zustande gebracht.
Trotzdem kommt hier schon mein zweiter Blogeintrag für heute.

Am Donnerstag geht es auf nach London! LONDON! Juhu, ich freue mich. Ich kann es kaum erwarten Fähre zu fahren, das Hotel zu suchen und auf der Tower Bridge zu stehen.
Und dieses Jahr geht's auch noch ins Paradies: Dress Circle ich komme!emotion
Ob ich da dann wieder rauskomme, erfahrt ihr leider erst hinterher.
Und auch, ob es mit einem Musicalbesuch geklappt hat. Ich will unbedingt DayTickets.

Mal sehen, ob ich morgen noch über Glee blogge, aber so wie ich mich kenne, eher nicht.^^

Also: Goodbye, my friends! emotion