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Part I: Only Girl

So, jetzt gibt es mal wieder eine neue Kategorie mit Liedern, die ich absolut nicht ausstehen kann.

Heute: "Only Girl" von Rihanna:

Schon dieses "lalala lala" am Anfang nervt mich. Und dann der Refrain, in dem Rihanna, die meiner Meinung nach sowieso nicht wirklich singen kann und erst recht nicht live, eigentlich nur schreit. Das mag ich gar nicht. Dislike!

Chris Murray ist ein kluger Mann - Interview in der BLiMu

 

Ich habe wirklich lange kein Interview mehr gelesen, das ich so gut fand, wie das von Chris Murray in der Blickpunkt Musical. So gut, dass ich sogar darüber blogge, weil er einfach so viel Wahres sagt, dass man als Musicalfreak total begeistert ist. Ich kann jetzt nicht das ganze Interview zitieren, aber einen Teil, der mir besonders gut gefallen hat:

"[...]Ich hasse Leute, die sich über ihr eigenes Genre lustig machen. Wenn wir, die wir Musicals machen, es nicht ernst nehmen, wer dann? Die Zuschauer kommen nicht, um zu sehen, wie doof das doch ist, was sie mögen. Leider treffe ich immer wieder Kollegen, die Musical eigentlich verachten. Dann heißt es: >Eigentlich bin ich ja Rock-/Popstar ... eigentlich mache ich ja Chanson.... eigentlich bin ich ja Schauspieler.... eigentlich bin ich ja was ganz anderes, als das, mit dem ich eigentlich mein Geld verdiene.<[...]"

Und das hat mir auch gut gefallen:

"[...] Es gab auch damals Kollegen, als ich meine Greatest Hist veröffentlichte, die mich fragten, warum ich Musicaltitel aufgenommen habe. Was sollte ich denn machen: Knef[.....]?"

( zitiert aus Blickpunkt Musical Ausgabe 50, Nr. 01/11, S. 35)

Ich finde er hat soo recht. Wozu wird man denn Musicaldarsteller, macht eine nicht gerade einfache Ausbildung, wenn man dann nicht mal dazu stehen will, was man ist. Das verschafft dem Musical in der Öffentlichkeit auch keinen besseren Ruf. Kein Opernsänger würde behaupten, dass er ja eigentlich etwas anderes ist. Warum dann nicht auch auf seinen Beruf als Musicaldarsteller stolz sein? Die leisten auch viel und oftmals hervorragende Leistungen.

Danke Chris Murray!

Kabale, Liebe, Nichts und ein bisschen Glee

 

Ich habe gerade soo viel worüber ich bloggen will.
1.) Ich will zu Cabaret in Meiningen. Und zu Werther. Aber bei Cabaret gibt es an dem einzigen Samstag nur noch eine Karte und wir brauchen zwei. Aber ich will da grad sooo unbedingt hin. Mwäähh!
So, das war das, was am schnellsten zu sagen ist.

Jetzt der Hauptteil: Ich bin totally in love mit "Kabale & Liebe", vor allem mit dem Film von 2005. Bevor ich aber in Lobeshymnen ausbreche, sammle ich mal meine Gedanken und fange von vorne an. Eigentlich hab ich mir den Film mal ganz spontan ausgeliehen. Als ich ihn dann aber gesehen habe, wusste ich fast sofort, dass ich den Film mag. Und ich hab ihn sogar nochmal geschaut, obwohl ich eigentlich nur nochmal die schönsten Szenen sehen wollte, aber irgendwie wurde dann doch fast der gesamte Film draus. Es spielen auch ein paar sehr bekannte und sehr tolle Leute mit. Ich fange mal von hinten an, weil das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss,was jetzt in Bezug auf die anderen Darsteller nichts heißen soll.

Götz George spielt den Präsident und obwohl ich ihn am Anfang irgendwie nicht so gut verstanden habe, finde ich ihn doch sehr passend. Katharina Thalbach und Ignanz Kirchner haben Luises Eltern gespielt, die ja beide irgendwie ein bisschen einen an der Klatsche haben, aber total liebenswert. Beide haben sie ihre leicht verrückten Momente wie auch die Momente, in dem sie mehr verstehen, als der andere. Detlev Buck als Wurm sah aus wie Gerard Derpardieu und hat mir beim zweiten Mal gucken eigentlich noch besser gefallen. Katja Flint hat Lady Millford gespielt, die ja eigentlich eine ganz anständige Frau ist, aber sie liebt halt Ferdinand. Wer mir noch sehr gut gefallen hat, war der Typ, der Hofmarschall von Kalb gespielt hat, ich steh auf solche schrägen Typen.

Nun zu den beiden wichtigsten Personen: August Diehl als Ferdinand und Paula Kalenberg als Luise. In Ferdinand hab ich mich eigentlich sofort verliebt und beim zweiten Mal gucken mochte ich ihn sogar noch mehr. August Diehl gehört jetzt auch eindeutig zu meinen Lieblingsschauspielern( zu denen eindeutig zu viele Leute gehören). Manchmal hat er mich total an Oliver Arno erinnert, vor allem um die Augen herum. Paula Kalenberg hat ein Minütchen länger gebraucht, aber dann hab ich mich auch in sie verliebt. Ich mag die Art, wie sie gesprochen hat.
Und die beiden zusammen - soo schön. Ich mag Ferdinand und Luise jetzt noch mehr als Romeo & Julia, bei den beiden ging das ja auch viel zu schnell. Ich finde es gut, dass die beiden sich schon lieben und sie das nicht erst im Stück tun, weil es gibt ja tausend solche Stücke, in denen es ums Verlieben geht. Trotzdem würde ich jetzt zu gerne wissen, wie sie sich kennen gelernt und verliebt haben. Ich will ein Prequel zu "Kabale und Liebe"!
Ein Beispiel für eine sehr schöne Szene, war die Fensterszene. Ferdinand klettert an Luises Haus hoch, nachdem sie erfahren hat, dass er Lady Milford heiraten soll, und als er oben angekommen ist, sieht er Luise traurig da sitzen. In vielen anderen Filmen wäre er wahrscheinlich sofort durchs Fenster rein, aber hier hat er erst kurz verweilt und hat Luise angeschaut und das hat irgendwie so viel ausgesagt. Und auch wie die beiden sich dann später im Film gegenseitig das Glas mit dem Gift weggenommen haben, ist eine ganz tolle Szene. Und hach, ich mag die beiden so und ich will auch einen Ferdinand! Am liebsten genau so einen.

Am Anfang hatte der Film auch noch ein paar kleine witzige Teile und er wirkte auch modern. Also nicht vermodernisiert, sondern eben modern gemacht, für Jugend geeignet.
Einzig die Musik hat mich gestört, nicht das Opernhafte, sondern dieses Gesinge. Es passt zwar irgendwie schon, aber ich mochte es trotzdem nicht.
Und dieses gestellte Interview mit Schiller bei den Extras, was total an eine Aufgabe für den Deutschunterricht erinnert hat, fand ich ziemlich blöd.
Ansonsten zählt der Film jetzt zu meinen Lieblingen. Ich hab auch gesehen, dass der ZDF-theaterkanal mehr solche Klassiker verfilmt hat, aber da hat mich nicht so viel interessiert.

So, außerdem hab ich am Wochenende ein Buch gelesen: "Nichts - was im Leben wichtig ist" von Janne Teller. Ein dänischer Roman über die Klasse 7a in einer kleinen Schule, der damit beginnt, dass Pierre Anthon am Schuljahresanfang aufsteht und das Klassenzimmer verlässt, weil er erkannt habe, dass nichts etwas bedeutet. Das hält er seinen Mitschülern nun jeden Tag, im Kirschbaum sitzend, vor, bis diese irgendwann so weit sind, dass sie ihm das Gegenteil beweisen wollen. In einem stillgelegten Sägewerk beginnen sie einen "Berg der Bedeutung" anzulegen, dazu muss jeder etwas hergeben, was ihm besonders wichtig ist. Was, das wird von dem Schüler bestimmt, der jeweils vorher dran war und es ist echt unglaublich wie die Kinder immer skrupelloser werden.
Ich kann das Buch echt empfehlen, es liest sich schnell und sagt doch sehr viel aus.

Und nun komme ich noch zum vierten Punkt: Glee! Ich habe jetzt alle Folgen von Volume 2 der ersten Staffel gesehen, bis auf die letzte, und hab mal wieder gemerkt, wie toll diese Folgen doch sind. Ich mag sie sogar mehr, als einige Folgen von Volume 1. In fast jeder Episode wird etwas sehr wichtig ausgesagt und ein wcihtiges Thema angesproche, sei es der Mut zu Individualität oder die Gleichberechtigung oder auch Kurts Homsexualität und sowohl seine, Finns, als auch seines Vaters Probleme damit. Es gibt viele tolle Songs (es wird überhaupt viel mehr gesungen, und viele Szenen, bei denen ich fast weinen könnte oder habe z.B. die "Beautiful-Szene".
Und dann gibt es ja noch Jonathan Groff alias Jesse und obwohl man ja ahnen konnte, dass das nicht gut gehen konnte, mag ich ihn trotzdem so. Weil er eben doch etwas für Rachel empfindet. Glee auf DVD zu schauen ist auf jeden Fall cooler als im Internet und ich liebe die Extras. Jetzt will ich so schnell wie alle Folgen von Staffel 2 auf DVD haben, weil da hinke ich gerade etwas. Das Internet nebenbei lenkt immer so ab.

Wow, heute hatte ich viel zu sagen, aber das musste raus.