Weihnachtszeit gleich Märchenzeit

 

Es gibt eine Sache, die ich ganz doll an Weihnachten liebe. Viel mehr als Weihnachtslieder (von denen ich die meisten eh nicht besonders mag) oder Weihnachtsmärkte oder Weihnachtsdeko - das sind die Märchen, die jetzt wieder vermehrt im Fernsehen kommen. Vor allem die in den letzten drei Jahren entstandenden Neuverfilmungen finde ich ganz klasse.

Am Freitag hab ich meine Oma und meinen Opa besucht und ihre Fernsehzeitung studiert, denn sie haben eine viel schönere und viel informativere als wir und da hab ich mit Freude von den vier neu verfilmten Märchen gelesen, auf die ich mich schon freue, vor allem auf Max von Thun als Meisterdieb.

Ich musste dann auch gleich in die Bibliothek zu meiner Mama gehen und mir zwei Märchen ausleihen. "Der gestiefelte Kater" und "Rumpelstilzchen". Letzters hab ich dann auch gleich zusammen mit meiner Mutter am Freitag gesehen (vor der Ultimativen Chartshow mit Musicalsongs) und der ist einfach toll. Robert Stadlober spielt das Rumpelstilzchen und zwar so schön frech und schnodderig und doch irgendwie leibenswert, weil er sich ja eigentlich nach einen menschlichen Wesen sehnt, dass ihm Gesellschaft leistet.

Am Samstag kam dann das neu verfilmte "Rapunzel", das ich wie "Rumpelstilzchen" auch schon mal gesehen hatte. Der Prinz, der irgendwie nur Prinz hieß, hat mich irgendwie an Jonathan Groff erinnert, deswegen mochte ich ihn, auch wenn er manchmal etwas.... trottelig rüber kam.
Ansonsten war "Rapunzel" sogar manchmal richtiger Psychoterror, wenn die Stiefmutter alles tut, damit Rapunzel allein bei ihr bleibt und ihr gehört. Da steckt vieles drin, was heute auch sehr aktuell ist.

Aber ich liebe diese Märchen der ARD, weil sie mehr Geschichten drumherum spinnen, auch um Nebenfiguren und weil viele tolle Schauspieler mitspielen wie Roman Knirzka als Gestiefelter Kater, Karoline Herfurth als Gänsemagd, Anna-Maria Mühe als kluge Bauerntochter oder Ken Duken als König Drosselbart (den Film hab ich zwar noch nicht gesehen, aber Ken Duken mag ich seit "Krieg und Frieden", wo er eigentlich einen der unsympathischen gespielt hat) und weil ich Märchen einfach schon immer geliebt habe.

Ich weiß schon, womit ich meine Familie an Weihnachten wieder nerven werde :D

13.12.10 20:38

bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Heike (13.12.10 20:48)
ich hab drosselbart geguckt <3<3<3<3


Niklas / Website (14.12.10 22:07)
Oooh, da muss Niklas sofort mal kommentieren!

Ich liebe Märchenfilme auch total, nicht nur zur Weihnachtszeit (aber da besonders).
Allerdings stehe ich mehr auf die "älteren" Filme. Ich habe nämlich am Sonntag zufällig eine dieser neuen ARD-Verflimungen gesehen. Das sind doch die aus der Reihe "Sechs auf einen Streich", aber mittlerweile sind das ein paar mehr, oder? Weil am Sonntagabend so um halb zwölf konnte ich nicht schlafen und hab dann mal gezappt und bin auf RBB bei der "Frau Holle"-Neuverfilmung hängengeblieben und hab sie auch fertiggeschaut. Sie war zwar ganz nett gemacht, aber mir fehlt da einfach dieser ganz besondere Charme, den die Märchenfilme aus den 50ern, 60ern und 70ern haben. Hm, wie soll ich das sagen? Diese neuen Filme sind zwar ganz nett anzusehen, weil sie ja auch einige neue Ansätze enthalten, aber das sind für mich einfach keine "Märchenfilme für die Ewigkeit" sozusagen.
"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" ist zum Beispiel einer dieser Filme, wenn nicht sogar DER. Kennst du ihn? Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich diesen Film liebe! Ich bin damit aufgewachsen (wie meine Mutter und meine Tante und die restliche Welt) und es gibt keinen Film, den ich so oft gesehen habe wie diesen. Ich kann ihn auswendig mitsprechen, wirklich, jeden Satz!
Und dann gibt es noch viele andere Filme von früher, die ich total liebe, vor allem welche aus Tschechien, DDR, BRD und UdSSR. Stellvertretend für alle muss ich da mal die russische "Schneekönigin" nennen oder "Schneeweißchen und Rosenrot" von DEFA oder die tschechische "kleine Seejungfrau" und noch ein paar unbekanntere, wie "Die Geschichte von der Gänseprinzessin und ihrem treuen Pferd Falada" oder "Der Prinz hinter den sieben Meeren".

Ich war ja früher auch voll der Märchenfreak und hatte hunderte von Märchenbüchern und habe auch unzählige Filme gesehen und gesammelt.
Am allerallerliebsten mag ich aber Märchen von Hans Christian Andersen, allen voran "Die Schneekönigin".


Ann-So (15.12.10 14:40)
Nein, Drei Haselnüsse für Aschenbrödel kenne ich gaaaar nicht.
Die Frau Holle Verfilmung gab direkt nach Rapunzel, die hab ich aber noch nicht gesehen. Die "alte" Frau Holle" hab ich aber auch sowas von geliebt, allein schon wegen den Tellern und dem Besteck :D
Ja, natürlich gibt es auch viele tolle alte Märchen, letztes Jahr hab ich auch ganz viele von den russischen gesehen, die sind halt meistens so richtig schön kitschig. Aber die neuen bestechen eben durch tolle Besetzungen und modernere Sichtweisen.
Ich bin ja gespannt, wie das in einigen Jahren mit den neuen Verfilmungen sein wird. Sehr zu empfehlen ist übrigens wirklich "Rumpelstilzchen"