Evita; Coburg; 07.05.2011; 19.30Uhr

Fast drei Wochen nach meinem Evita-Besuch bekommt ihr doch tatsächlich noch einen Bericht vorgesetzt. Ich habe eben bis jetzt immer einen Bericht geschrieben (bis auf ein einziges Mal, aber das war mein erstes Mal Cats und somit lange her) und will dies eigentlich auch weiterhin tun.
Zur Erinnerung: am 07.05.2011 war ich in Coburg in „Evita“ mit meinen Eltern. Mein Vater war dieses Mal sogar selber irgendwie auf die Idee gekommen mit rein gehen zu können, allerdings war er an diesem Tag dann wohl doch etwas genervt. ^^

Kurz die Besetzung, da gibt es ja nicht so viele wichtige:

Evita: Ulrike Barz
Ché: Christian Alexander Müller
Juan Perón: Stephan Mertl
Augustin Magaldi: Simon van Rensburg
Mistress: Anastacia Scheller
Auftragskiller: Po-Sheng Yeh (fand ich ja sehr lustig, als ich das gelesen habe)

Ich hatte Evita ja nun schon in Magdeburg gesehen und dadurch konnte ich auch ein bisschen vergleichen. Es war übrigens die neue Londoner Fassung von 2006.
Was ich gut fand, war, dass in Coburg an passenden Stellen auch Spanisch gesprochen wurde und Evita die Zeile „Wein nicht….“ auch auf Spanisch gesungen hat. Das war mal eine erfrischende Abwechslung, vor allem, wenn man das Lied nicht so besonders leiden kann. Nur warum dann ausgerechnet Magaldi sein Lied auf Englisch gesungen hat, war mir etwas unverständlich. In Magdeburg war das das einzige Lied, das auf Spanisch gesungen wurde.
In Coburg wurde auch „Das Handwerk des Möglichen“ mit rein genommen – ah, dafür brauchten wir also den asiatischen Auftragskiller! =D Der war aber auf jeden Fall cool.
Evita hat schon wieder „Du nimmst den Koffer….“ gesungen – ich finde das irgendwie nicht so toll, dass der armen Mistress noch nicht mal ein ganzes Lied gelassen wird. Außerdem finde ich, dass es gar nicht passt, weil Evita doch mit den Männern spielt.
Wir saßen im 1. Rang, erste Reihe ziemlich weit links (hatte ich gut ausgesucht) und während „Fort mit dem Weib“ kamen sogar ein paar High Society-Ladies und sangen an beiden Seiten. „Wein nicht um mich, Argentinien“ wurde auch auf dem Rang, allerdings in der Mitte gesungen und das ganze wurde dann noch per Leinwand auf die Bühne projiziert, wo auch das Volk stand.

Evita: Ulrike Barz
War auch Amneris und Mrs. Lovett. Ich mag sie und ich mag auch ihre Stimme, nur ich mag Evita nicht so. Aber dieses Mal mochte ich, zumindest die junge Eva, doch ein bisschen, was mir in Magdeburg so ganz gefehlt hat.

Chè: Christian Alexander Müller <3
Einer der Hauptgründe, warum ich diese Inszenierung sehen wollte, ich war so gespannt auf ihn. Tja, was soll ich sagen: der Typ hatte nur ein Problem: er war nicht Drew :D. Nein, jetzt ernsthaft, es war natürlich klar, dass ich die beiden irgendwie vergleiche, aber eigentlich muss ich das ja gar nicht, denn Christian war ein ganz anderer Ché, das hat schon damit angefangen, dass er hier immer einen Anzug trug. Es war auch nicht so, dass ich sofort von ihm begeistert war, also zumindest von seiner Art zu singen, wahrscheinlich weil ich einfach so an eine Version von „Was für ein Zirkus“, die Drew singt, gewohnt bin.
Aber schon ziemlich bald, mochte ich ihn total. Sein Schauspiel und seine Stimme (ich mag ja eigentlich meistens so total klassische Stimmen nicht soo sehr, aber Christians mochte ich total). Ach und Ché ist einfach eine gute Rolle.
Es ist jetzt schon wieder eine Weile her, aber ich glaube mich zu erinnern, dass ich sehr begeistert von ihm war. Und wie erwähnt, ich kann ihn mir auch super als Tod vorstellen.

Perón: Stephan Mertl
Oh my, war der schlecht! Ich mochte ihn schon als Zoser nicht besonders, aber als Perón ging er ja mal gar nicht. Sein Text wirkte einstudiert und ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er einen mächtigen und skrupellosen Diktator darstellt. Das war also leider nichts.

Magaldi: Simon van Rensberg
Hat mir besser gefallen als in Magdeburg, nur das mit seinem Lied, was ich oben schon erwähnte, fand ich etwas dumm.

Mistress: Anastacia Scheller
Hatte ich auch schon in Aida gesehen und ich mochte/mag sie.

Unbedingt erwähnen sollte ich noch „Das kla Mädla, wo so schön gesungen hat.“  Autsch!
Genau, Kinderchor gab’s auch und am Ende hab ich einen (schon etwas älteren) Jungen entdeckt, der nur die Lippen bewegt hat und glatt mal so aussah, als wäre er gezwungen worden mitzumachen.

So, und jetzt fällt mir nichts mehr ein, ist schon so lange her und ich hab ja jetzt schon wieder die „Johanna“ über die ich berichten kann/muss.
CMA ist super!

27.5.11 16:09

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