Rezensionen

CD: Spring Awakening Frankfurt im Vergleich zur Broadway Aufnahme

Spring Awakening Original Frankfurt Cast 2011

Spring Awakening, also die OBC, liebe ich schon seit Ende 2008, als ich die CD zu Weihnachten bekommen habe (übrigens meine allererste SoM Bestellung). Ich liebe sie! Ich liebe die Lieder! Und ich liebe die Cast, vor allem Jonathan Groff und Lea Michele und auch John Gallagher Jr. (bitte ganz viele Herzchen hier vorstellen).
Aber wie das bei Musicalfreaks nun mal ist, genügt eine Aufnahme eines Musicals meistens nicht. Frühlings Erwachen hab ich auch, aber das ist ja auch auf Deutsch und mit Rasmus und überhaupt.

Als nun Spring Awakening in Originalsprache nach Frankfurt kam, hätte ich das wirklich gern gesehen, aber mittlweile hab ich mich damit abgefunden, dass das wohl nich klappt. Als ich aber ein, zwei Lieder von der CD gehört habe, wusste ich, dass ich sie haben muss. Für einen Nichtmusicalfreak bleibt das wahrscheinlich ein Rätsel, dieselbe CD in derselben Sprache und mit denselben Liedern. Aber diese beiden CDs sind eben so unterschiedlich. Allein schon,weil die Frankfurter in British English ist und ahhh, das liebe ich so <3.
Darin hab ich mich auch sofort verliebt. Und in die Orchestrierung. Das beste Beispiel hierfür ist "The Mirror Blue Night" - da kommt gleich nach dem "Flip" so ein tiefer Klavierton der sich dann noch wiederholt. Das finde ich total klasse, das macht den ganzen Song düsterer. Nur mag ich den Gesang von Craig Mather nicht so, da hätte ich lieber Jonathan Groff gehabt. Kann ich nicht die Orchestrierung mit der Stimme von Jonathan haben?

Die Frankfurter CD wirkt sowieso akustischer, was dem Stück einen ganz anderen Charme verleiht. Gefällt mir gut, aber trotzdem liebe ich die OBC genauso. "And then there were none" scheint mir ein bisschen gekürzt, aber ich liebe es, dass sie einige Sprechparts mit dazugenommen haben, wie auf der Wiener CD. Bei "Those you've known" , einem meiner absoluten Lieblingslieder, ist Melchiors "Moritz" und später "Wendla" echt sehr rührend, nur leider wird das Orchester (oder die Band) zwischendrin fast ein bisschen zu heiter. Gegen Ende hin, ist es aber wieder sehr traurig. Die "Mama who bore me" Reprise ist auch groovier, so wie auf der deutschen Aufnahme und das mag ich.

Meine Lieblingslieder von der CD sind (wie schon erwähnt) "The Mirror Blue Night", "The Dark I Know Well", "Don't Do Sadness" und "Totally Fucked" - ich hab aber noch nicht alle Lieder so richtig gehört.

Abschließend: Ich liebe beide CDs, sie sind doch beide soo unterschiedlich und mir wird es sowieso nie langweilig SA zu hören. Und außerdem caaaaan't emotion

Die CD tröstet mich jetzt darüber hinweg, dass ich dieses Stück nicht live sehen kann - jedenfalls so bald nicht.

Evita, der Film by Alan Parker

 

Eigentlich würde dieser Post ja in zwei Kategorien passen, aber das ist ja eigentlich auch total egal.
Nachdem ich "Evita" live gesehen hatte, interessierte ich mich nun wirklich sehr für den Film mit Madonna und Antonio Banderas. Zum Glück gibt es Fernleihe und so konnte ich diesen Film heute morgen sehen und jetzt darüber schreiben:

EVITA
Ein Film von Alan Parker
Mit: Madonna, Antonio Banderas, Jonathan Pryce u.a.

Es kann jetzt gut sein, dass ich etwas sehr spoile, aber damit müsst ihr klar kommenemotion
Ich muss sagen, den Anfang des Filmes fand ich nicht ganz so gut. Ich mag keine zu langen Vorspänne und auch nicht, wenn man nicht weiß, was gerade los ist. Endlich hört man es nicht nur, sondern sieht es auch: ein Kino. Der dort gezeigte Film wird unterbrochen und der Tod von Eva Perón wird bekannt gegeben. Die darauf folgende Heulerei der Leute fand ich schon etwas sehr übertrieben geschauspielert. Mittendrin sitzt Antonio Banderas alias Ché und ich mochte ihn sofort. (ich muss dazu sagen, dass ich Herrn Banderas sowieso sehr mag.)
Kurz darauf wird man zurückgeschleust zu der Beerdigung von Evas Vater, zu der sie und ihre Familie damals nicht durften, weil sie aus der Unterschicht kamen und auch nicht seine legale Familie waren, was ich ziemlich gut fand, da dies im Musical auf der Bühne nur erwähnt wurde. Gleich danach ist man aber wieder bei Evitas Trauerfeier mit Gänsehaut bringender Musik. Allerdings habe ich mich gefragt, ob sie damals wirklich so ein prunkvolles Begräbnis hatte. Soweit ich weiß wurde sie erst viel später richtig beerdigt. Irgendwann wurde die Szene dann auch etwas sehr lang und ich war froh, als endlich "Oh, what a circus" losging. Antonio Banderas sah zwar in dieser Szene sehr stark danach aus, dass er bloß zu Playback sang (ist bei Filmen ja so, dass die das später im Studio aufnehmen), aber sein Gesang gefiel mir wirklich gut. Ich muss sagen, dass mir die Musik von Evita auch immer besser gefällt, je öfter ich sie höre. Vor allem auch die Texte auf Englisch waren interessant.
Dann ging es endlich richtig los. Ich mag Madonna nicht sonderlich und ich fand auch, dass sie zu alt für ein 15-jähriges Mädchen wirkte. Der Film ist von 1996, damals war Madonna ungefähr 38, also sogar 5 Jahre älter, als Evita, als sie starb. Vielleicht hätte mir eine andere Schauspielerin besser gefallen, allerdings mag ich die Person der Evita sowieso nicht so(auch wenn bei wikipedia ein total schönes Bild von der echten Eva Perón zu sehen ist) und so passte es auch mit Madonna. Ich musste keine Sympathie für sie empfinden. Sowieso muss ich noch herausfinden, was ich von Evita an sich (als Rolle im Musical) halten soll. Madonnas Stimme gefiel mir jedoch als junge Eva besser, als dann später.
Was mich dann wunderte, war, dass Evita "Another suitcase in another hall" sang, als sie von Magaldi (Jimmy Nail), den ich übrigens ziemlich schmächtig, aber auch irgendwie lustig fand, sozusagen verlassen wird. Ich finde dieses Lied gehört der Mistress von Perón und es ist auch unpassend, denn eigentlich hat doch Evita, das kleine berechnende Miststück (entschuldigung^^), Magaldi fallen lassen und die Männer reihenweise für sich ausgenutzt. Sollte man jetzt also gleich am Anfang mal Mitleid bekommen - ich weiß nicht, aber bei mir hat das nicht so geklappt. Die Mistress durfte dann nur noch 3 kleine Zeilen aus diesem Lied singen.
Wie auch immer, irgendwann wird Evita dann Peróns Geliebte und Ehefrau und irgendwann singt sie "Don't cry for me, Argentina" und ich kann dieses Lied absolut nicht ausstehen. Am meisten hasse ich diesen kleinen Zwitscherpart. Was soll diese Flöte da?!! emotionemotion .
Das Beste am Film ist sowieso der liebe Herr Banders als Ché. Seine Mimik ist cool und wie er überall auftaucht und kommentiert, gefällt mir ausgesprochen gut. Allerdings wuchs in mir der Wunsch Drew nochmal in dieser Rolle zu sehen, wo ich doch jetzt das Stück besser kenne. "Goodnight and thank you" war auch sehr gut, allerdings war es vom lieben Herrn Sarich stimmlich schon genialer.
Sehr gelungen fand ich auch das Ende, er und Perón stehen sich gegenüber an Evitas Sarg. Diese Blicke -echt super!

Insgesamt muss ich sagen, dass mir der Film sehr gefallen hat, auch wenn Madonna mitspielte. ^^ Es wurde mir fast nie langweilig und ich hatte nicht das Bedürfnis auszuschalten und später weiter zu sehen, wie es doch ab und zu bei mir vorkommt. Aufgefallen ist mir noch, dass dieses Mal kein Oxfordenglisch gesungen/gesprochen wurde, wie es bei den sonstigen Llyod Webber Filmen der Fall ist. Evita gefällt mir immer mehr und die DVD möchte ich jetzt auch gerne haben.

Rudolf Affaire Mayerling - Live aus dem Raimund Theater (oder: Wie toll ich Drew Sarich finde)


Nach langer Zeit folgt nun mal wieder eine Rezesion. Diesmal zu der Rudolf DVD, nachdem ich schon meine Kritik zu der CD abgegeben habe. Zugegeben ich habe die DVD schon seit den Herbstferien - ich konnte es kaum erwarten, dass sie endlich in meinem Briefkasten ist - aber ich musste erstmal meine Gedanken dazu ordnen.
Jetzt kommt also die Rezesion und ich denke sie wird lang...


Rudolf - Affaire Mayerling
Live aus dem Raimund Theater

Mit: Drew Sarich (Kronprinz Rudolf), Lisa Antoni (Mary Baroness Vetsera), Uwe Kröger( Eduard Graf Taaffe), Wietske van Tongeren (Kronprinzessin Stephanie), Claus Dam (Kaiser Franz- Joseph), Carin Filipcic (Marie Gräfin Larisch) uvm. ...

Die Show: Durch die DVD habe ich nun endlich die Möglichkeit"Rudolf" ganz zu sehene, in guter Qualität, auch wenn ich es leider nicht nach Wien schaffe. In diesem Sinne erstmal: Danke an die VBW!
Schon die Ouvertüre mag ich sehr, ich finde sie nur immer noch viel zu kurz. Und schon während sie erklingt hebt sich der Vorhang - und es geht los. Mit Drew und Wietske. Drew ist einfach genial - aber dazu später mehr.
Ich finde Rudolf enthält sehr viele schöne Lieder wie z.B. alle großen Solosongs von Rudolf, "So viel mehr", "Die Fäden in der Hand", "Du bleibst bei mir!", "Wenn das Schicksal dich ereilt" oder auch "Du bist meine Welt". Ich habe aber auch eine besondere Vorliebe für "Du willst nicht zuhör'n" und "Zeit zu handeln". Vor allem der zweite Akt ist bestückt mit den großen Soli Rudolfs, in denen Drew Sarich glänzen kann. Aber auch viele schöne Szenen sind in Rudolf enthalten. Besonders genial finde ich ja die, in der Rudolf und Mary von Stephanie überrascht werden.
Ich finde es auch schön, dass man merkt, wenn auch nur ganz kurz, wie vertraut Rudolf mit Andrassy war.
Außerdem liebe ich Zwischenspiele und da sind in Rudolf einige vorhanden, und auch diese kleinen Vor-reprisen von "Wie jeder and're Mann" und "Der Weg in die Zukunft".
Nur die "Ein hübscher Krieg"-Szene und die Szene auf der Eisbahn finde ich nicht so toll, letztere so gar etwas zu kitschig für meinen Geschmack.
Und ehrlich gesagt hätte auch das Ende noch einen Tick dramatischer für mich sein können. Vielleicht hätten sie das Lied von Franz-Joseph nicht weglassen sollen.

Im Vergleich zu dem Rudolf in "Elisabeth" ist dieser Rudolf viel facettenreicher, was logisch ist, immerhin geht es in "Elisabeth" um seine Mutter, Elisabeth, die in "Rudolf" nur zweimal erwähnt wird, aber in "Elisabeth" bekomme ich auch ein ganz anderes Bild von Rudolf. Da kann ich ihn mir gar nicht als 30-jährigen verheirateten Mann vorstellen und auch die Liebesgeschichte zu Mary passt da nicht so richtig rein. In meiner Vorstellung zumindest.
Jedenfalls hat "Rudolf" mein Interesse an der historischen Person noch mehr verstärkt und ich finde nicht, dass man stöhnen muss, dass es schon wieder ein Habsburger -Musical gibt. Diese Personen waren einfach interessant und hatten so viele verschiedenen charakterlichen Züge, spezielle eben Rudolf und seine Mutter.

Zu den Darstellern:
Endlich kann ich Drew Sarich live sehen - naja mehr oder weniger live eben. Er ist einfach großartig. Seine Stimme, sein Schauspiel, seine Mimik, wie er wechselt zwischen Selbstmitleid und Zuversicht, Liebe und Zweifel, dem kleinen Jungen und dem erwachsenen Mann, der endlich das Steuer in die Hand nehmen will, ist einfach nur: genial. Manchmal hat er noch einen kleinen Akzent, aber der stört (mich) überhaupt nicht. Solche Sätze wie: "Ja, aber nur halb so schön" sind einfach - (das hört sich jetzt bestimmt sehr girliemäßig an) - süß! Außerdem agiert er auch immer so toll mit seinen Bühnenpartnern, wenn diese gerade singen und versucht etwas zu sagen. Ach ja und- der Mann kann einfach so ohne Probleme rückwärts eine Treppe runtergehen! Respekt! Aber bevor ich jetzt noch weiter schwärme, komme ich mal zu
Lisa Antoni, die mich total als Mary überzeugt gesanglich, wie schauspielerisch. Ihre Mary ist stark, aber man nimmt ihr auch das Verliebtsein ab.
Uwe Kröger merkt man manchmal doch ein bisschen stimmliche Probleme  bei höheren/längeren Tönen an, aber "Wenn das Schicksal dich ereilt" mit Lisa Antoni finde ich genial. Und auch sein Schauspiel gefällt mir gut. Nur in "Die Fäden in der Hand" macht er mit ein bisschen Angst. emotion Da ist er mir manchmal doch etwas zu übertrieben.
Wer mich hingegen völlig umhaut ist Wietske van Tongeren mit "Du bleibst bei mir!" - das ist einfach nur wow!emotion
Ansonsten kann ich sagen, dass mir Carin Filipcic gut in ihrer Rolle gefällt und Claus Dam ja nicht wirklich viel Möglichkeiten hat einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Das Ensemble find ich super allen voran Robert D. Marx, Matrin Pasching und Kathleen Bauer.

Fazit: Ein schönes Musical, das es eigentlich verdient hätte noch länger in Wien zu laufen (auch damit ich es mal live sehen kann) mit genialen Darstellern, vor allem mit einem genialen Drew Sarich!emotion

DVD: Rent - The Last Performance on Broadway

 

Ich liebe Rent! Und obwohl ich schon die Filmversion habe, musste ich unbedingt auch noch den Livemitschnitt der letzten Vorstellung am Broadway haben. Freak halt!
Hier nun meine thoughts dazu:

Mit: Will Chase (Roger), Adam Kantor (Mark), Eden Espinosa (Maureen), Tracie Thoms (Joanne), Reneé Elise Goldsberry (Mimi) uvm.

Zur Show: Die letzte Show am Broadway! Dass das traurig wird, wusste ich schon vorher, aber dazu später.
Durch die Liveaufnahme bekommt das Stück natürlich eine ganz andere Atmosphere, als im Film. Die Einheitsbühne, wo immer nur einzelne Gegenstände verändert wurden oder einzelne Stellen beleuchtet, gefällt mir sehr gut. Es ist so wunderschön typisch theatermäßig. Rent braucht auch sowieso nicht viel Kulisse. Dieser Tisch, ein paar Stühle und natürlich die Telefone reichen aus.
Die Darsteller hatten es doch schon etwas schwerer bei mir. Die Originalbestzung und die Besetzung von der DVD (die sich ja nur geringfügig von der Originalbesetzung unterscheidet) ist einfach 1. Klasse. Aber selbstverständlich habe ich den anderen Darstellern einen Chance gegeben und das kam dabei raus:
Adam Kantor als Mark gefällt mir ganz gut. Zwar nicht so gut wie Anthony Rapp, aber das ist auch sehr schwer. Ich mag die Rolle des Mark, der alles kommentiert, als Einziger zum Publikum spricht und gegen Ende irgendwie ganz allein da steht, sowieso.
Will Chase als Roger ist da schon schwieriger einzuordnen. Genau wie Mark, mag ich die Rolle des Roger, sehr sogar. Will Chase Stimme ist super und passt gut zur Rolle. Aber irgendwie finde ich, dass er vom Aussehen nicht wirklich zu Roger passt. Er wirkt zu alt und sieht eher aus wie ein Businessman. Trotzdem mag ich ihn irgendwie. Vielleicht mag ich aber auch einfach nur Roger. Auf jeden Fall mag ich seine Hände mit schwarzlackierten Fingernägeln und irgendwelchen Sachen darauf geschrieben.^^
Eden Espinosa als Maureen ist absolut süß. Und sie erinnert mich öfter mal an Idina Menzel, vom Aussehen, aber auch von der Stimme her. Jedenfalls eine Top-Maureen.
Reneé Elisae Goldsberry als Mimi ist ebenfalls sehr gut. Sie hat irgendwie etwas katzenartiges an sich. Sie könnte gut bei Cats oder The Lion King (ok, wikipedia sagt, dass hat sie bereits) mitspielen.
Tracie Thomas als Joanne mochte ich schon sehr auf der DVD. Und auch hier ist das, trotz anderer Frisur^^, nicht anders.
Zu den anderen Darstellern kann ich noch gar nicht so viel sagen. Sie sind alle gut, sind mir jetzt aber nicht so ins Auge gestochen. Ich habe mich nur gefragt, warum Benny immer in so einer Art Skianzug rumlaufen muss. Im Film ist er irgendwie eleganter angezogen.

Die Show ist und bleibt einfach eines meiner Lieblingsstücke. Bei "Rent" hatte ich das erste Mal Gänsehaut und bei "No Day but today" hatte ich Tränen in den Augen. Sehr ergreifend war auch "Life Support", die Stelle, in der Gordon singt und dann plötzlich auch Roger beleuchtet wird und sie gemeinsam "Because resaons said, I should 've died three years ago" singen. Ja und spätestens als alle Ensemblemitglieder plus einige der Darsteller der Originalbesetzung nochmal "Seasons of Love" gesungen haben, war es bei mir ganz vorbei.
Also Fazit: Rent ist ein großartiges Stück, dass sowieso schon ergreifend ist. Wenn man sich dann aber noch vor Augen führt, dass dies die letzte Performance dieses Musicals ist, wird das ganze umso trauriger. Die DVD kann ich nur jedem empfehlen, der Rent mag oder auch Rent kennen lernen will!  emotion

 

Rudolf CD

 

Rudolf - Affaire Mayerling
Cast Album Wien

Mit: Drew Sarich (Kronprinz Rudolf), Lisa Antoni (Mary Vestera), Uwe Kröger (Graf Taaffe), Wietske van Tongeren (Kronprinzessin Stephanie), Claus Dam (Kaiser Franz-Joseph)uvm. ...

Songs: 17 Lieder befinden sich auf der CD. Alles beginnt mit einer schönen, aber viel zu kurzen Ouverture. Die Orchestrierung der Songs ist gut, einige Lieder werden mit unterlegten E-gitarrensounds aufgepeppt. Für Drew Sarich Fans (wie mich^^) enthält die CD gleich mehrere Leckerbissen. Neben "Wohin führt mein Weg?" folgen mit "Wie jeder andre Mann", "Mut zur Tat" und "Der Weg in die Zukunft" gleich drei Stücke gesungen von Drew. Aber auch die Duette von ihm und Mary-darstellerin Lisa Antoni, "So viel mehr" und "Du bist meine Welt" überzeugen. Letzters kommt weniger kitschig daher als die im Vorfeld veröffentlichte englische Version "I was born for you". Erstaunlich ist auch wie gut Drew Sarich Deutsch singt, fast völlig ohne Akzent. An Lisa Antonis Stimme musste ich mich erstmal gewöhnen, aber sie gefällt mir immer besser. Vor allem "Kann ich einfach gehn?" gefällt mir, aber mittlerweile auch "Vertrau in uns". Ein weiteres Highlight ist auch das Duett mit Uwe Kröger "Wenn das Schicksal dich ereilt", das zwar schon von der englischen Version "The Writings on the wall" abweicht, aber dennoch sehr gelungen ist. Uwe Kröger und Wietske van Tongeren bieten mit ihren jeweiligen Soli "Die Fäden in der Hand" und "Du bleibst bei mir" weitere Höhepunkte. Vor allem Wietske zeigt eine neue starke Seite an sich.
Carin Filipcic als Gräfin Larisch hat auch zwei Songs auf der Einspielung. Dabei ist vor allem das zweite Lied "Die Liebe lenkt" sehr schön und schafft Gänsehaut.
Die Auswahl der Songs gefällt mir also gut, nur ist es etwas schade, dass kein Ensemblestück wie "Curtain's up" und auch nicht der Song "Finish what you've started" auf der CD sind.

Aufmachung/Booklet: Ein schickes, rötlich und grau gehaltenes Booklet mit leider nur wenig Bildern. Dafür gibt es Songtexte, die allerdings an zwei Stellen (Text bei der Ouverture und Mitzis Text in "Wie jeder andre Mann" ) mehr Text aufweisen, als man sie auf der CD hören kann.

Bewerung: Da ich gerade wahnsinnig im Rudolffieber bin: 4,5 von 5 Sternen

Marie Antoinette CD

 

Hier nun eine Rezension, wie sie in Zukunft noch häufiger folgen soll.

Marie Antoinette - Das Musical von Michael Kunze & Sylvester Levay
Musical Highlights

Mit: Roberta Valentini (Marie Antoinette), Sabrina Weckerlin (Margrid), Ethan Freeman (Cagliostro), Patrick Stanke (Graf Axel von Fersen), Tim Reichwein (Louis XVI.), Thomas Christ (Herzog von Orleans), Maike Switzer (Agnès Duchamps) uvm...

Songs: 13 Songs befinden sich auf dieser Highlights-CD und das sind eindeutig zu wenig, denn kaum ein Lied auf der CD ist kein Highlight. Es reihen sich großartige Stücke wie "Blind vom Licht der vielen Kerzen", "Ich weine nicht mehr" (die beide von Sabrina W. gesungen werden, die damit wohl zwei der größte Ohrwürmer der Show zu singen hat), "Gefühl und Verstand" und "Gott sieht uns zu" aneinander und sind dabei wohl typisch Kunze/Levay. Aber auch das schlicht gehaltene "Still, still" gesungen von Maike S. und Sabrina W., verschafft Gänsehaut und das rockigere "Weil ich besser bin" von Thomas Christ gesungen gefällt mir sehr gut. Lediglich bei dem Zusatzsong "Die Frau, die er liebt" von Maricel, der alternierenden Marie Antoinette habe ich mich gefragt, warum dies auf der CD vorhanden ist. Es gefällt mir nicht so gut und ich muss zugeben, dass mir Roberta vom Hören her besser als MA gefällt. Anstelle dieses Liedes hätte ich mir noch einen Song mit Patrick Stanke, der mit seiner tollen Stimme leider viel zu kurz kommt, oder ein Solo von Roberta Valentini gewünscht.
Das Endstück "Jenseits aller Schmerzen", das das Thema vom "Blind vom Licht..." aufgreift, hat einen seltsamen "technoartigen" Beginn, verschafft einem dann jedoch Tränen in den Augen.
Leider kann man der Handlung nur anhand der 13 Lieder nicht genau folgen.
Alles in allem ist die CD aber eine sehr gelungene Aufnahme, die Lust auf mehr macht.
(Das Einzige, was mich an meiner MA-CD stört, ist das sie jetzt dummerweise einen Kratzer auf der Hülle hat )

Aufmachung/Booklet: Die CD besitzt ein sehr schönes Booklet, mit einer ausführlichen Handlungsbeschreibung, den Liedtexten (was mir persönlich immer sehr wichtig ist) und vielen schönen Bildern vor allem von Roberta Valentini als Marie Antoinette.

Bewertung: 4 von 5 Sternen (aufgrund kleiner Dinge wie die geringe Songanzahl)