Musicalberichte

Cats, Zürich, 11.09.2011, 14.00 Uhr

Nach zwei Tagen Hochzeit feiern, sollte der Sonntag dann mit Cats den Abschluss bilden – allerdings nur für meine Schwester, ihren Mann (das hört sich seltsam an) und mich, obwohl einige andere Familienmitglieder auch sehr gerne mitgekommen wäre (ja, was Cats angeht ist meine Familie sehr kultiviert =D )

Wir sind dann also zu dritt mit dem Zug nach Zürich gefahren, wo wir dann am Bahnhof erst noch nicht ganz so tolles Essen gegessen haben, bis wir dann zum Catszelt gefahren sind.
Oh Gott, war es darin heiß! Mir haben die Darsteller schon leid getan, bevor es überhaupt angefangen hatte.

Wir saßen in der ersten Reihe, allerdings saßen die beiden rechts und ich links. Also saßen wir uns gegenüber. (Und wir haben uns dann auch immer so Schilder hochgehalten wie: „Hast du mal ein Hustenbonbon“ , „Ich habe Durst!“ oder „Man, ist das langweilig!“ ^^ )
Ich hatte Cats schon zweimal gesehen, meine Schwester einmal in London (*neid*) und J. hatte es noch nie gesehen, aber wir waren uns sicher, dass es ihm gefallen würde.

Die Besetzung sah dann so aus:
Alonzo: Alex Frei
Alt Deuteronimus: Pieter Tredoux
Bombalurina: Birgit Breinschmid
Bustopher Jones/Asparagus/ Growltiger: Frank Logemann
Cassandra: Elisabeth Hazel Bell
Coricopat: John Baldoz
Demeter: Cornelia Waibel
Elektra: Jo Lucy Rackham
Gumbie Katze/ Jenny Fleckenreich: Eva Maria Bender
Grizabella: Masha Karell
Jellylorum: Karen Selig
Mr. Mistoffellees: Ross McDermott
Mungojerrie: Gavin Eden
Munkustrap: Shane Dickson
Plato/Macavity: Adamo Dias
Pouncival: Jack Allen
Rumpleteazer: Marleen de Vries
Rum Tum Tugger: Dominik Hees
Sillabub: Theano Makariou
Skimbleshanks: Dane Quixall
Tantomile: Emma Hunter
Tumblebrutus: Nils Haberstroh
Victoria: Anique Bosch

Mein Platz war so super, perfekt zum Katzen beobachten, was dann dazu führte, dass ich oftmals das Hauptgeschehen gar nicht so verfolgt habe. Ach und vor mir hing ein übergroßer BH, was ich aus irgendeinem Grund ziemlich witzig fand.
Neben mir saß so eine Frau, die mich gleich, als sie sich neben mich setzte, fragte, ob ich die Show schon mal gesehen habe. Sie hatte sie wohl schon 7 mal gesehen (oder irgendwas mit 7, sie hat Schweizerisch gesprochen xD)

Ich werde dann jetzt mal Sachen oder Darsteller beschreiben, die mir aufgefallen sind. Erstmal: die armen, armen Darsteller. Es war echt so warm, dass man richtig gesehen hat, wie sie getropft haben.

Mit Alex Frei alias Alonzo hatte ich ziemlich am Anfang etwas längeren Blickkontakt, und ich habe es geschafft, nicht wegzugucken. Aber später war er dann Rumpus ohen Rumpus-Brille..... Pieter Tredoux als Alt Deuteronimus fand ich etwas zu dünn und jung, aber er hat seine Sache trotzdem ganz gut gemacht. Birgit Breinschmid und Cornelia Waibel als Bombalurina und Demeter sind manchmal ein wenig an mir vorbei gegangen, was natürlich etwas schade ist, aber „Macavity“ war super. Und beim letzten Lied konnte ich dann auch Bombalurina beobachten, weil sie vor mir zwischen Mungojerrie und Rumpleteazer stand.
Als es dann zum Gus-Lied kam, meinte die Frau neben mir, dass der Gus ihr Lieblingskater sei…. sie hat dann auch gleich mal mitgesungen, was mich aber nicht so sehr gestört hat. Generell mag ich das Lied ja nicht so, aber Karen Selig als Jellylorum war schon ganz süß und hat auch schön gesungen, weshalb es nicht langweilig war. Außerdem konnte ich noch mein Lieblingskatzenpärchen beobachten, aber zu den beiden später mehr.
John Baldoz alias Coricopat ist mir vor allem als Siamese positiv aufgefallen (da ist er wieder, der obligatorische Asiat in der Catscast xD) und Emma Hunter (Emma <3) als Tantomile war manchmal auch echt süß. Einmal hat sie total niedlich geguckt, als Tugger neben ihr stand, so in etwa: „Uii, Tugger steht neben mir!“
Elisabeth Hazel Bell als Cassandra hat mir leider am wenigsten gefallen. Sie hatte irgendwie gar keine Körperspannung und hat gar nicht mystisch gewirkt und ihre Perücke war total zerstrubbelt.
Mit Jo Lucy Rackham als Elektra gab es auch eine süße Szene, weil sie erst ein bisschen mit Tumblebrutus (glaub ich) geschmust hat und dann kam ein anderer Kater (ich weiß es nicht mehr genau) und dann war Tumble weg und Elektra hat dann ganz traurig geguckt, aber dann kam sowieso Tugger.
Eva Maria Bender war eine süße Gumbie Katze.
Masha Karell als Grizabella war naja. Irgendwie kam es mir vor, als wäre es „Erinnerung“ im Schnelldurchlauf gewesen und ab und an hat sie mir auch zu sehr geschrien: HOFFNUNG! In mir lebt noch die HOFFNUNG!“ :D
Der gute Ross McDermott sieht zwar nicht ganz so süß aus als Misto, wie ich es gewohnt bin, aber er war auch echt super. Nur leider hatte er das Pech, dass während seinem Tanzsolo im Hintergrund Tugger, Mungo und Rumple so viel Unsinn gemacht haben, dass ich abgelenkt war. Bei Shane Dickson als Munkustrap war es ähnlich wie bei Demeter und Bombalurina, aber auch er war gut, so viel hab ich mitbekommen. xD
Adamo Dias als Plato/ Macavity ist mir bei den Katern jetzt auch am wenigsten durch irgendwelche Sachen aufgefallen.
Dafür war Jack Allen als Pouncival ganz knuffig (der ist ja noch total jung!), einmal hat er schräg hinter mir, nachdem er von irgendjemanden getadelt wurde, total traurig dagesessen und hat sein eines Bein über den Bühnenrand baumeln lassen.
Und dann kam Tugger alias Dominik Hees erstmal mit einem „Grüzi miteinander!“ (oder so, ich kann das nicht mal schreiben ) und ich fand ihn absolut cool. Während „Gus“ hat er erstmal die ganze Zeit wie Snoopy auf dem Ofen geschlafen.
Theano Makariou war ganz süß als Sillabub, aber irgendwie nicht ganz so süß, wie ich mir eine Silla vorstelle.
Dane Quixall als Skimble (Dane von dem ich schon so viel gehört habe ^^), war derjenige mit dem stärksten Akzent, aber ich fand das sehr passend für Skimble, irgendwie. Er hat auch immer sehr streng auf Silla aufgepasst.
Nils Haberstroh war ein lustiger Tumblebrutus, er hat sich auf der Treppe neben mir seine „Hundesachen“ angezogen. :D
Anique Bosch als Victoria war auch sehr süß, aber leider hab ich auch nicht so oft auf sie geachtet.

Und daran waren unter anderem auch diese beiden Schuld, die jetzt kommen und zu denen ich einiges zu schreiben habe:
Gavin Eden und Marleen de Vries als Mungojerrie und Rumpleteazer: Naaaaw, waren die süß. <3
Ich möchte bitte solche zwei haben, die ich dann den ganzen Tag beobachten kann. <3
Ich hätte ja eigentlich auch gerne Tommie Luyben gesehen, aber Gavin war auch so cool.
Also hier so ein paar Beobachtungen:
Im ersten Akt waren die beiden leider nicht so sehr auf meiner Seite, was sich aber zum Glück in zweiten Akt geändert hat. Erstmal haben die beiden sich immer wieder geschubst und angeknufft.
Während Gus lagen die beiden dann so schräg vor mir und irgendwann hat Rumple dann Mungos Schwanz in den Mund genommen. Kurz bevor sich Gus dann in Growltiger „verwandelt“ und alle anderen Katzen schon langsam von der Bühne verschwinden, ist Gavin dann auch langsam davon geschlichen, blieb dann aber sitzen. Ich hatte mein Programmheft mit meiner Eintrittskarte auf meinem Schoß und er saß dann erstmal eine Minute oder so da und hat mit schief gelegtem Kopf darauf geguckt, als ob er lesen wollte, was da steht. Leider kam dann ein Knall und Growltiger ging los, weswegen er dann weg ist.
Als die Growltigerszene dann zu Ende war, kam zuerst Rumpleteazer wieder neben mir auf die Bühne und hat ganz mitleidsvoll zu Gus geguckt. Dann kam Mungo und wollte Unsinn machen, aber Rumple hat nur ganz leicht den Kopf geschüttelt und ist auf Gus zugegangen und Mungo war nur verwundert.
Während Mistoffelees hat er dann auch versucht zu zaubern so eine Handbewegung gemacht, hat aber natürlich nicht geklappt und Rumple hat ihn dann nur so „Ach du wieder!“ –mäßig angestupst und er hat schmollend die Arme verschränkt. Später dann hat Tugger Elektra zu sich gewunken, die auf allen vieren zu ihm kroch, aber zwischendrin kam erst noch Rumpleteazer und musste natürlich unter Elektra durchkriechen.
Und während dem letzten Lied konnte ich Mungojerrie und Rumpleteazer auch gut beobachten, weil sie vor mir standen und ich bilde mir ein Gavin hat auch mal zu mir geguckt.
Die beiden waren also (mit Tugger) meine Stars der Show.

Und jetzt will ich noch mal und ich will wieder auf diesem Platz sitzen, der war so super.
Gibt’s noch was zu sagen? Hm naja, nach der Show sind wir dann noch ein bisschen durch Zürich gelaufen, aber dann hat es angefangen zu regnen und zwar so richtig doll und leider hat mein Programmheft ein bisschen darunter gelitten. Aber es lebt noch, die Seiten haben nur aneinander geklebt.

Und ich entschuldige mich jetzt für mögliche Catsfreakigkeit in diesem Bericht.

Nachtrag: Und J. hat es gefallen! Er hat dann nur gemeint, dass die so komische Namen haben.
"Hört sich an wie Schokolade. 'Möchten Sie einen Mr. Mistoffelees?' "

 

 

Die Schöne und das Biest, Domplatz Open Air Magdeburg, 18.06.2011

Die Karten waren mein Geburtstagsgeschenk, aber ich hatte sie schon seit Januar.
Der ganze Tag war irgendwie seltsam. Das Wetter war eher durchwachsen und ich war müde und hab mich gar nicht so richtig gefreut – weil ich es irgendwie noch gar nicht so richtig gecheckt hatte, dass ich „Die Schöne und das Biest“ wirklich sehen würde.
Irgendwann nachmittags kamen wir in Magdeburg an und da das Stück ja erst so spät anfangen sollte (fast schon zu spät, wie ich finde) hatten wir noch viel Zeit. Ich hab die eher vertrödelt, während meine Mama noch ein bisschen Shoppen ist.
Abends wurde es dann aber wenigstens wieder sonnig. Wir waren schon relativ früh am Domplatz und sind gleich einmal um die ganze Abgrenzung herum gelaufen, wo wir dann auch ein paar Darsteller gesehen haben, die sich freuten, als die Pizza kam. =)
Die Bühne war dieses Jahr anders ausgerichtet, nämlich so, dass die Zuschauer auf den Dom blickten.
Weil wir uns ja schon auskannten, waren wir auch entsprechend ausgerüstet mit Decken, Jacken und Regencapes.
Wir haben dann noch eines dieser tollen Programmbücher gekauft –Poster gab es dieses Jahr leider keine – und sind zu unseren Plätzen. Reihe 5 rechts – wirklich super!


Besetzung:
Belle: Leah Delos Santos
Biest: Yngve Gasoy-Romdal
Maurice: Peter Wittig
Gaston: Alexander di Capri
Lefou: Bernd Julius Arends
Madame Pottine: Undine Dreißig
Tassilo: Maria Neumann
Lumière: Thomas Wißmann
von Unruh: Markus Liske
Babette: Jenny Stark
Madame Kommode: Gabriele Stoppel-Bachmann


Als ich die Bühne fotografiert habe, hat dann auch erstmal die Kamera von meinem Vater rumgesponnen, denn sie hat sich plötzlich aufgehängt. Das Bild war schwarz, aber die Linse war draußen und sie wurde irgendwie auch immer wärmer und wollte einfach nicht ausgehen. Oo Erst nachts ist sie dann irgendwann ausgegangen, zum Glück.
Während ich den ganzen Tag eigentlich eher… sagen wir mal dumpf drauf, war, musste ich dann, als die Musik losging, erstmal fast weinen. xD
Ich hab mich irgendwie so an früher erinnert und dass DSudB ja eigentlich mein liebster Disneyfilm war und ist. Das Stück ist einfach wunderschön, hat so viel Herz und ich liebe, liebe, liebe die ganzen Figuren.
Ich will gar nicht groß so viel dazu schreiben, deswegen komm ich gleich zu den Darstellern.


Belle: Leah Delos Santos
Ich kannte Leah nur vom Hören, u.a. von der Stuttgarter DSudB Aufnahme und ich fand sie auch schon immer hübsch, aber live hat sie mich dann einfach bezaubert. Sie passt einfach perfekt in die Rolle der Belle und ihre Stimme ist soo schön.
Belle ist, wie ich mich erinnert habe, sowieso so schon immer etwas wie meine Heldin, auch wenn mir das erst jetzt bewusst geworden ist : sie ist klug, witzig, emanzipiert, aber eben irgendwie auch anders als die anderen. Belle ist Liebe! Und Leah in der Rolle auch. Ich würde sogar fast sagen, sie war es, die das ganze Stück wirklich rausgerissen hat (also nicht, dass es jetzt schlecht war, aber Leah war halt das Highlight ^^)

Das Biest: Yngve Gasoy-Romdal
Das Biest hat gar nicht viel zu singen, aber wenn er /es dann mal gesungen hat, hat mir das gut gefallen. Yngve war irgendwie gar nicht so furchteinflößend als Biest… sondern ich hab ihn eher lustig gefunden :D

Maurice: Peter Wittig:
Im Film mag ich Maurice eigentlich nicht wirklich, aber auf der Bühne war er wirklich sehr witzig.

Gaston: Aleksander di Capri
Di Capri, he? xD
Ich kann eigentlich nichts sagen, außer, dass ich ihn gut in der Rolle fand.

Lefou: Bernd Julius Arends
Er war toll, er war lustig und er war arm dran. ^^

Auch alle anderen Darsteller, also die Gegenstände haben mir gut gefallen. Auch wenn mir erst irgendwann später eingefallen ist, dass Thomas Wißmann Lumiere gespielt hat. Ich wusste nämlich nicht mehr genau, welche Rolle er spielte.
Nicht ganz so gut fand ich aber, dass Tassilo von einem Mädel gespielt wurde, dass schon im Teenageralter war. Irgendwie hat da so ein bisschen das freche und vorlaute gefehlt. Aber so spät abends, darf wahrscheinlich kein kleineres Kind mehr spielen.

Es musste zwischendrin natürlich auch mal regnen, aber insgesamt war es zu verkraften.
Aber als es Schluss war, war ich dann auch echt k.o., es war ja auch erst sehr spät Schluss.
Nächstes Jahr muss ich aber nicht nach Magdeburg, da spielen sie Carmina Burana. (also nicht zum Domplatz Open Air.)
Wir sind dann trotzdem noch zurück zum Hotel gelaufen, weil wir sonst so lange hätten warten müssen.

Und ich sitze gerade im Zug, es ist der 30.08. und ich habe den Bericht beendet (und alles nur, weil ich meinem mp3-player aufladen musste und das Internet nicht geht xDD)

Und jetzt ist es der 14.09. und ich habe es endlich mal geschafft, den Bericht zu posten

Und jetzt, am 29.09., kommt der Bericht auch endlich mal auf meinen Blog. Yay!

 

 

Die Päpstin Fulda, 12.08.2011, 15 Uhr

Ich muss zugeben irgendwie war ich in den Tagen vorher gar nicht so auf meinen nächsten Musicalbesuch eingestellt, das war schon irgendwie seltsam. Ich hatte nicht mal irgendwo geguckt, wer denn vielleicht spielen würde. Und alle möglichen Berichte hatte ich auch mit Absicht nicht gelesen. Ich war also total unvorbereitet.

Zum Glück hab ich wenigstens dran gedacht mich mit Maren zu verabreden, haha!

 

Ich bin dann also 2 ½ Stunden Zug gefahren (ICs sind unsympathische Züge), nachdem ich Dank Schienenersatzverkehr noch den eigentlich früheren Zug nach Erfurt bekommen hatte und war irgendwann in Fulda. Die Wegbeschreibung hatte ich mir natürlich nicht gemerkt, bzw, ausgedruckt, aber ich hab ihn mir dann einfach erfragt und es war auch überhaupt nicht schwer das Theater zu finden und im nächsten Moment lief ich auch schon am Bühneneingang vorbei.
Ich hab dann wenig später Maren von hinten überrascht, die ich auch sofort erkannt habe, aufgrund der Catstüte, die sie bei sich hatte. Die durfte ich dann den restlichen Tag mit mir rum tragen, was mich natürlich gleich als Musicalfan enttarnt hat. Trotzdem noch mal danke dafür =)
Nach einem kurzen Spaziergang durch die Innenstadt und den Schlosspark und einmal Vorbeigehen am Bühneneingang, wo mittlerweile auch Darsteller waren und wo Maren mal kurz mit Norbert Conrads geredet hat, standen wir dann noch eine Weile vor dem Theater rum. Was folgte war eine echt coole Darstellerbegegnung, weil Maren plötzlich meinte: „Das ist doch Pia!“ und da tatsächlich Pia Douwes an uns vorbei zur SD ging. Also DAS fand ich wirklich aufregend. :D

Irgendwann sind wir dann rein und nach den üblichen Sachen, die man vorher so macht, haben wir dann unsere Plätze gesucht. Wir saßen im Rang, den ich ziemlich schnuckelig fand, zweite Reihe, rechts. Die Sicht war eigentlich ziemlich gut, auch wenn ich einen Kopf vor mir hatte.

 

Die Besetzung:

Päpstin/Johanna: Sabrina Weckerlin
Gerold: Mathias Edenborn
Anastasius: Christian Schöne
Mutter: Petra Roth
Marioza: Alexandra Farkic
Vater/ Papst Sergius: Norbert Conrads
Aeskulapius: Daniele Nonnis
Arsenius: Jogi Kaiser
Richild: Tabea Grün
Lothar: Marcus G. Kulp
Johannes: Matthias Bollwerk
Kleine Johanna: Pia Heidrich
Kleiner Johannes: Johannes Uth

 

 

 

Johanna: Sabrina Weckerlin

Juhu, sie hat gespielt! Also nicht, dass ich was gegen Cover habe, aber ich mag Sabrina halt so gerne und wenn ich die Show nur einmal sehen kann, ist es halt schön sie zu sehen.

Und ich fand sie wie immer toll, ich weiß gar nicht, was ich mehr zu ihr sagen soll. Das ist nicht ganz so einfach, weil ich vom Stück ja gar nichts kannte.

Irgendwie hatte ich nur das Gefühl, dass Johanna gar nicht soo viel zu singen hat.
“Einsames Gewand“ war natürlich schön, obwohl ich sagen muss, dass es ja schon etwas an „Hol mich heim“ erinnert.

 

Gerold: Mathias Edenborn
Auch wenn Maren einen anderen Gerold bevorzugt hätte, ich mag Mathias und ich mag vor allem auch seine Stimme.
Aber: er soll wirklich Franz-Joseph spielen?? Das kann ich mir so gar nicht vorstellen, er ist für mich irgendwie immer so der Benvolio-typ oder auch der Fiyero-Typ, also schon eher so der lockere Typ. Und auch wenn Gerold Soldat und so ist, war er ja trotzdem noch leidenschaftlich. (Wenn ich mir Mathias in Elisabeth vorgestellt habe, dann eigentlich eher als Tod, aber naja, mal sehen, wie er so als FJ wird, aber bei meinem Glück, sehe ich ihn eh nicht in dieser Rolle).

Wie auch immer, als Gerold hat er mir gefallen. =)

 

Anastasius: Christian Schöne

Auf der Heimfahrt ist mir auch wieder eingefallen, wieso ich seine Stimme kannte: von der HL. Elisabeth- CD natürlich!
Ich fand ihn gut, aber er hat mich jetzt nicht umgehauen. Ich stelle sowieso gerade fest, dass ich nicht so viel über die Darsteller sagen kann. Ich weiß nicht, woran das liegt, vielleicht daran, dass ich erstmal überhaupt auf alles achten musste.

(Ich habe gelesen, dass Christian selber seine Rolle ja gar nicht mag, was mich doch etwas erstaunt hat)

 

Arsenius: Jogi Kaiser
Nachdem Maren mich darauf hingewiesen hatte, ist es mir auch stark aufgefallen: er hat wirklich immer nur nach starr vor sich hin gesprochen und hatte irgendwie kaum Mimik. So kam er aber leider gar kein bisschen böse oder hinterhältig rüber.

 

Norbert Conrads mochte ich als Papst mehr als als Vater, weil er hier mehr komische Momente hatte.

 

Alexandra Farkic als Marioza fand ich gut, sie hat eine tolle Stimme, die gut zu dem Lied gepasst hat.
Petra Roth als Mutter fand ich ganz gut, aber meiner Meinung nach könnten sie ihr Lied noch etwas kürzen.

 

Johannes: Matthias Bollwerk
Mit seiner super großen Rolle :D Da hatte ja sogar sein Arzt mehr zu sagen. Das war auch die lustigste Stelle im Stück, als Matthias als Arzt um den Papst rumhüpft und plötzlich anfängt mit: Litora, multum ille et terris iactatus et alto…..“
Warum ich Matthias hier besonders erwähne? Weil er einer der wenigen war, die ich im Ensemble immer erkannt habe und weil er mir da gut gefallen hat. Ja, ich mag ihn  :D

 

Sorry, zu den anderen Darstellern weiß ich nichts besonderes zu sagen.

 

Was ich sonst noch so zur Show sagen möchte:

Ich finde alles in allem haben die das Buch gut umgesetzt, es wird jede Station in mindestens einer Szene aufgegriffen. Zu langatmig fand ich es gar nicht, denn wie meinte ich zu Maren so schön nach dem ersten Akt: „Ach, ist schon Pause?“
Die Choreographien, ja die sollten sicher so sein, aber manchmal fand ich sie schon etwas zu übertrieben.
Ach ja und was mich noch ein klein wenig gestört hat, war das sehr viel in den Liedern gesprochen wurde oder Sprechgesang war. „Parasit der Macht“ wäre z.B. sicher noch cooler, wenn eher so richtig gesungen wurde. Okay, das fällt mir jetzt vor allem beim Hören der CD auf, aber ich mag generell lieber Lieder, wo wirklich gesungen wird. Und im zweiten Akt gab es davon ja auch mehr als im ersten Akt.

Hat sich das jetzt negativ angehört? Sollte keineswegs so klingen, denn insgesamt hat es mir wirklich gut gefallen und ich würde mich freuen, es nächstes Jahr noch mal sehen zu können.

 

Und das ist wirklich der seltsamste Bericht, den ich je geschrieben habe. Verzeiht meine seltsamen Gedanken und nicht vorhandenen Kritiken xD

Evita; Coburg; 07.05.2011; 19.30Uhr

Fast drei Wochen nach meinem Evita-Besuch bekommt ihr doch tatsächlich noch einen Bericht vorgesetzt. Ich habe eben bis jetzt immer einen Bericht geschrieben (bis auf ein einziges Mal, aber das war mein erstes Mal Cats und somit lange her) und will dies eigentlich auch weiterhin tun.
Zur Erinnerung: am 07.05.2011 war ich in Coburg in „Evita“ mit meinen Eltern. Mein Vater war dieses Mal sogar selber irgendwie auf die Idee gekommen mit rein gehen zu können, allerdings war er an diesem Tag dann wohl doch etwas genervt. ^^

Kurz die Besetzung, da gibt es ja nicht so viele wichtige:

Evita: Ulrike Barz
Ché: Christian Alexander Müller
Juan Perón: Stephan Mertl
Augustin Magaldi: Simon van Rensburg
Mistress: Anastacia Scheller
Auftragskiller: Po-Sheng Yeh (fand ich ja sehr lustig, als ich das gelesen habe)

Ich hatte Evita ja nun schon in Magdeburg gesehen und dadurch konnte ich auch ein bisschen vergleichen. Es war übrigens die neue Londoner Fassung von 2006.
Was ich gut fand, war, dass in Coburg an passenden Stellen auch Spanisch gesprochen wurde und Evita die Zeile „Wein nicht….“ auch auf Spanisch gesungen hat. Das war mal eine erfrischende Abwechslung, vor allem, wenn man das Lied nicht so besonders leiden kann. Nur warum dann ausgerechnet Magaldi sein Lied auf Englisch gesungen hat, war mir etwas unverständlich. In Magdeburg war das das einzige Lied, das auf Spanisch gesungen wurde.
In Coburg wurde auch „Das Handwerk des Möglichen“ mit rein genommen – ah, dafür brauchten wir also den asiatischen Auftragskiller! =D Der war aber auf jeden Fall cool.
Evita hat schon wieder „Du nimmst den Koffer….“ gesungen – ich finde das irgendwie nicht so toll, dass der armen Mistress noch nicht mal ein ganzes Lied gelassen wird. Außerdem finde ich, dass es gar nicht passt, weil Evita doch mit den Männern spielt.
Wir saßen im 1. Rang, erste Reihe ziemlich weit links (hatte ich gut ausgesucht) und während „Fort mit dem Weib“ kamen sogar ein paar High Society-Ladies und sangen an beiden Seiten. „Wein nicht um mich, Argentinien“ wurde auch auf dem Rang, allerdings in der Mitte gesungen und das ganze wurde dann noch per Leinwand auf die Bühne projiziert, wo auch das Volk stand.

Evita: Ulrike Barz
War auch Amneris und Mrs. Lovett. Ich mag sie und ich mag auch ihre Stimme, nur ich mag Evita nicht so. Aber dieses Mal mochte ich, zumindest die junge Eva, doch ein bisschen, was mir in Magdeburg so ganz gefehlt hat.

Chè: Christian Alexander Müller <3
Einer der Hauptgründe, warum ich diese Inszenierung sehen wollte, ich war so gespannt auf ihn. Tja, was soll ich sagen: der Typ hatte nur ein Problem: er war nicht Drew :D. Nein, jetzt ernsthaft, es war natürlich klar, dass ich die beiden irgendwie vergleiche, aber eigentlich muss ich das ja gar nicht, denn Christian war ein ganz anderer Ché, das hat schon damit angefangen, dass er hier immer einen Anzug trug. Es war auch nicht so, dass ich sofort von ihm begeistert war, also zumindest von seiner Art zu singen, wahrscheinlich weil ich einfach so an eine Version von „Was für ein Zirkus“, die Drew singt, gewohnt bin.
Aber schon ziemlich bald, mochte ich ihn total. Sein Schauspiel und seine Stimme (ich mag ja eigentlich meistens so total klassische Stimmen nicht soo sehr, aber Christians mochte ich total). Ach und Ché ist einfach eine gute Rolle.
Es ist jetzt schon wieder eine Weile her, aber ich glaube mich zu erinnern, dass ich sehr begeistert von ihm war. Und wie erwähnt, ich kann ihn mir auch super als Tod vorstellen.

Perón: Stephan Mertl
Oh my, war der schlecht! Ich mochte ihn schon als Zoser nicht besonders, aber als Perón ging er ja mal gar nicht. Sein Text wirkte einstudiert und ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er einen mächtigen und skrupellosen Diktator darstellt. Das war also leider nichts.

Magaldi: Simon van Rensberg
Hat mir besser gefallen als in Magdeburg, nur das mit seinem Lied, was ich oben schon erwähnte, fand ich etwas dumm.

Mistress: Anastacia Scheller
Hatte ich auch schon in Aida gesehen und ich mochte/mag sie.

Unbedingt erwähnen sollte ich noch „Das kla Mädla, wo so schön gesungen hat.“  Autsch!
Genau, Kinderchor gab’s auch und am Ende hab ich einen (schon etwas älteren) Jungen entdeckt, der nur die Lippen bewegt hat und glatt mal so aussah, als wäre er gezwungen worden mitzumachen.

So, und jetzt fällt mir nichts mehr ein, ist schon so lange her und ich hab ja jetzt schon wieder die „Johanna“ über die ich berichten kann/muss.
CMA ist super!

Cabaret; Meiningen; 01.05.2011

Cabaret Meiningen 01.05.2011, 15 Uhr, Volkshaus Meiningen

Das Theater in Meiningen wird gerade renoviert bzw. umgebaut, weswegen nun einige Produktionen in Ausweichquartieren aufgeführt werden. „Cabaret“ wird im Volkshaus aufgeführt. Am Anfang hatten wir uns da noch nichts bei gedacht, später stellte sich jedoch heraus, dass das Volkshaus eigentlich schon seit etlichen Jahren geschlossen ist, weil es sehr baufällig ist. Gut, da denkt man dann schon mal darüber nach…. Ein paar Tage vor der Vorstellung haben wir dann auch noch einen Anruf bekommen, dass wir nicht auf unseren Plätzen sitzen konnten – spätestens danach waren wir echt gespannt, wie baufällig das Haus denn nun wirklich war.

Im Volkshaus angekommen sind wir dann erstmal zur Kasse. Unsere Plätze waren immer noch Reihe 20, nur rechts statt links.
Ich versuche dann mal den Saal und die Bühne zu beschreiben, aber ich bin nicht sehr gut darin.^^
Also, der Saal sah schon heruntergekommen aus, was aber irgendwie auch super zu dem Stück passte. Es gab keine Saaltüren, sondern Vorhänge. Oben war die Decke mit einigen Metallstangen gestützt, worüber man nicht genauer nachdenken durfte. Die Sitzreihen waren aus unterschiedlichen Stühlen – am Rand waren sogar seitlich auch noch solche Kinositze, was ich irgendwie cool fand. Und es gab sogar Feuerwehrsitze.

Die Bühne bestand aus einer drehbaren Wand mit einer Tür, die abwechselnd zum Kit Kat Club, Cliffs Zimmer oder Herr Schultz‘ Gemüseladen gehörte. An den Seiten gab es jeweils nochmal Türen, außerdem gab es eine Wendeltreppe und ein alter Kinderwagen und sowas wie eine Bar standen auch rum. Während des ersten Stückes fiel Teile der „Wand“ ab und man hatte Blick auf die Band (einige der Musiker haben zwischendrin auch Matrosen gespielt).
Als Zeichen, dass es bald losgehe, wurde immer ein Stück aus „Willkommen“ (oder war es „Money makes the world go round“? – Ah, Gedächtnis!) gespielt – sehr schöner Einfall.
Es waren außerdem unglaublich viele Rentner da – da wurde man ganz kirre. Ich hätte ja nicht gedacht, dass das Stück von soo vielen älteren Leuten besucht wird. Eine Oma meinte in der Pause dann auch: „Ich hab gar nicht gewusst, dass das auch noch politisch wird.“ – Ja, was dachte sie denn worum es geht?

Confèrencier: Benjamin Krüger
Clifford Bradshaw: Florian Beyer
Sally Bowles: Maria Rosendorfsky
Ernst Ludwig: Harald Schröpfer
Fräulein Schneider: Rosemarie Blumenstein
Herr Schultz: Matthias Herold
Ein Junge: Lorenz Korbin
Kit Kat Girls/ diverse andere Rollen: Jannike Schubert, William Danne, Sandra Germann, Lilian Wilhelm, Kristin Baumgartl

Confèrencier: Benjamin Krüger:
LIEBE! Benjamin war eigentlich einer der Hauptgründe, dass ich „Cabaret“ sehen wollte. Als ich gehört habe, dass sie das Stück aufführen, habe ich mir gewünscht, dass er mitspielen würde, denn seit er Enjolras gespielt hat, weiß ich, dass er auch singen kann. Umso mehr hab ich mich dann noch gefreut, als ich gelesen habe, welche Rolle Benjamin spielt.
Und er war wirklich super. Er kann wirklich gut singen und seine Ausstrahlung ist so super (sein Oberkörper ist auch nicht zu verachten… *pfeif*). Wenn es mich auch sonst nicht so gestört hatte, wegen ihm hätte ich manchmal gerne weiter vorne gesessen um seine Mimik beobachten zu können, vor allem auch dann, wenn er gerade gar nichts groß gemacht hatte, sondern selber nur beobachtet hat.
Ich liebe solche Rollen, wie den Confèrencier sowieso – solche Beobachter und Kommentierer. Es war total toll, wie Benjamin in fast jeder Szene entweder um alle herumgeschlichen ist oder an der Seite saß/stand oder von oben zugesehen hat.
Eine Stelle, die ich besonders gut fand, war z.B. i n der Verlobungsfeierszene , als Frl. Kost gegenüber Ernst Ludwig, der schon die Nazibinde trug, erwähnt hat, dass Herr Schultz Jude ist – in dem Moment hat der Confèrencier mit den Finger geschnippst und es gab einen Lichtwechsel in grünes Licht.
Benjamin ist wirklich super – ich hab ihn bis jetzt in allen Stücken gesehen, die ich gesehen habe und ich möchte noch ganz viele Stücke mit ihm sehen.

Clifford Bradshaw: Florian Beyer
Der Herr "Brettscha" ^^Ihn mag ich auch immer sehr. Er ist irgendwie noch so ein bisschen knuffig. Super singen kann er jetzt wohl nicht, aber seine kleinen Parts hat er eigentlich gut gemacht. Und schauspielerisch war er sowieso super. Ich mag es, wie er spricht, auch wenn mich das an jemanden erinnert hat. Und er stand dieses Mal sogar auf einer Stufe meiner Lieblinge mit Benjamin Krüger.

Sally Bowles: Maria Rosendorfsky
Hab ich schon als Cosette gesehen.
Hm, also ehrlich, ich verstehe nicht so ganz, warum so viele immer unbedingt Sally Bowles spielen wollen. Ich fand sie gut, sie hat wirklich eine super Stimme. Ihr „Cabaret“ war super. „Maybe this time“ war am Anfang auch gut, aber am Ende fand ich es etwas langezogen, nicht ganz so schmissig wie beispielsweise die Glee-Version.
Meine Mutter meinte in der Pause, dass sich ihre Sprechtexte etwas aufgesagt anhörten, aber als ich im zweiten Akt dann mal darauf geachtet habe, war es nicht mehr so.

Fräulein Schneider & Herr Schultz: Rosemarie Blumenstein & Matthias Herold
Sie hat mir total leid getan, denn sie war sehr stark erkältet – so dass es sogar der Intendant vorher angekündigt hat. Und dann musste sie auch einiges singen, die Arme.
Beide zusammen waren schon süß, ich hätte sie zwar gerne noch schnuckeliger gefunden, aber dazu saß ich wohl zu weit weg.

Das Stück an sich fand ich gut – es war nicht so, dass es mich umgehauen hat und es hat auch nicht so die musikalischen Highlights, aber die gesamte Geschichte finde ich interessant. Gut gefallen hat mir auch, dass Cliff als Amerikaner am Anfang eben auch manchmal Englisch gesprochen hat.
Die Akustik war wohl nicht so gut (ich war mir nicht sicher, ob es nur an mir lag, weil mein eines Ohr gerade etwas Probleme macht), aber es war wohl allgemein hinten so. Ich hätte mir z.B. das gemeinsam gesungene „Willkommen“ etwas lauter und schmissiger vorgestellt.
Insgesamt bin ich froh, das Stück mal gesehen zu haben. Ich muss es mir vielleicht nicht gleich nochmal ansehen, aber es war auf jeden Fall gut.

Wicked; 31.12.2010; 17.00 Uhr; Metronom Theater Oberhausen

 

Dieser Musicalbesuch sollte etwas ganz besonderes werden, weil es 1. Silvester war und ich 2. Denise und Melly und Heike und Marije kennen lernen und Fabi wieder sehen sollte. Endlich!! Endlich konnte ich beweisen, dass ich kein Phantom bin. :D

Die Bahn machte mir bzw. uns an diesem Tag auch nicht so viele Probleme.  Denise und Fabi fand ich zum Glück ziemlich schnell und in Köln wurden wir dann auch vom Rest begrüßt und ich war das erste Mal wirklich dabei. 8o
Als wir nach Zugfahrt, einer etwas erschwerten Essenssuche und zwei Stunden an der SD rumstehen, wo ich auch noch die liebe Maren kennen lernte, endlich ins Theater kamen, war ich aber doch erstmal ziemlich k.o. – deswegen hab ich mich auch auf die Treppe gesetzt. Einige Leute fanden das zwar doof, aber ich verstehe nicht, warum die unbedingt rechts am Geländer die Treppe herunter gehen müssen, wenn das links auch frei ist.

Irgendwann konnten wir dann endlich, endlich in den Saal. Ich saß Reihe 5 Platz 5 und der Platz war ziemlich gut, die Mimik war hervorragend zu erkennen, nur manchmal so in der Mitte eher links hatte ich einen Kopf vor mir, der mir die Sicht verwehrte.

Die Besetzung:
Elphaba: Willemijn Verkaik
Glinda: Joana Fee Würz
Fiyero: Carl van Wegberg
Der Zauberer: Dirk Weiler
Madame Akaber: Barbara Raunegger
Nessarose: Janine Tippl
Moq: Ben Darmian
Dr. Dillamonth: Thomas Wißmann
Frex: Petter Bjällö
Melena: weiß ich schon wieder nicht, helft mir :D

Damenensemble:
Helena Blöcker, Carlotta Bolognese, Christina Maria Brenner, Vanessa Campbell, Heather Carino, Belinda Jean Edwards, Melanie Gebhard, Theano Makariou, Lanie Sumalinog, Janna Yngwe

Herrenensemble:
Nuno Azevedo, Cosimo de Bartolomeo, Petter Bjällö, James Cook, David Hardenberg, Matt Jones, Robert Knorr, Dashi Mitchell, Terence Rodia

Dirk war wohl die größte Freude und Überraschung, aber ich freute mich auch über Carl. Das Orchester schien ziemlich gut drauf zu sein, spielte erst „Happy Birthday“ (na, wer hatte den Geburtstag) und dann etwas aus WWRY – auch nicht schlecht :D
Als es dann schließlich richtig los ging, wurde ich gleich mal von einer Luftschlange überrascht, die mir direkt in den Schoß flog und freakig wie ich nun mal bin, heb ich die natürlich auf.
Die Bühne kam mir im Vergleich zu Stuttgart etwas kleiner vor. Ansonsten kann ich jetzt wohl nicht so viele Vergleiche ziehen, ich habe es dort schließlich nur einmal gesehen und das ist auch schon anderthalb Jahre her.

Bei Wicked vergesse ich immer wie sehr ich es doch liebe, bis ich es mal wieder sehe oder höre. Ich freue mich dann immer, wenn die Lieder anfangen und finde es wieder toll.  Zur Show an sich will ich jetzt aber gar nicht so viel sagen, ich sage eher etwas zu den Darstellern.

Elphaba: Willemijn Verkaik
Sie hatte ich auch in Stuttgart und eigentlich war es mir an diesem Tag gar nicht so wichtig, wer Elphie spielt: ich wollte gerne Willemijn noch einmal sehen, hätte aber auch nichts gegen Roberta und Melanie gehabt um einmal eine andere Darstellerin gesehen zu haben. Jetzt aber zu Willemijn: bei ihr hab ich irgendwie das Gefühl, dass man sich einfach auf sie verlassen kann, dass sie einfach gut ist. Keine Ahnung, warum ich das so empfinde, ich habe sie ja nur zweimal gesehen, aber mir kommt es so vor, als müsste man bei ihr nicht bangen, ob sie gut ist oder nicht. Klingt jetzt vielleicht blöd, ich weiß. Bei „Der Zauberer und Ich“ hatte ich wie Heike allerdings auch kurz das Gefühl, dass ihre Stimme vielleicht etwas angeschlagen ist, aber spätestens bei „Ich bin es nicht“ war davon nichts mehr zu hören. „Frei und schwerelos“ war sowieso wieder der Hammer. Wenn ich das Lied auch so im normalen Leben gar nicht soo oft höre, so finde ich es doch einen der genialsten Theater/Musicalmomente überhaupt.  Ich bin da immer so ergriffen und froh und glücklich und denke so „Yeah, seht ihr Musicalneulinge oder Nur-mal-so-Besucher, wie genial dieses Stück doch ist“ :D Willemijns Mimik finde ich sowieso klasse und ich fande auch sie und Carl ein total süßes Paar.

Glinda: Joana Fee Würz
Es war echt ein bisschen schwer total objektiv an sie heran zu gehen, wenn ich weiß, was ihr alle so von ihr denkt.  Also jetzt meine Meinung: ich finde sie nicht schlecht, aber jetzt auch nicht soo toll. Ich habe keinen Moment gedacht, dass sie doch bitte von der Bühne verschwinden soll. Ihre Stimme ist eigentlich auch ganz gut, nur leider hat mir der schöne hohe Sopran gefehlt, der mir Gänsehaut zaubert. Außerdem wurde sie mir erst ganz spät, beim Marsch der Hexenjäger, sympathisch. Sie war ziemlich aufgedreht und hat vieles immer mit dieser einen Stimme gesprochen (das kann ich nicht erklären^^) und leider auch später noch und irgendwie hab ich ihr dann ihre Wandlung nicht so ganz abgenommen.  Ich kann jetzt aber doch sagen, dass ich Valerie lieber mochte.

Fiyero: Carl van Wegberg
Ich habe mich wirklich gefreut, dass er Fiyero spielte. Optisch passt er, finde ich, schon mal sehr gut zu der Rolle. Mir kam es aber so vor, als hätte er mehr Akzent, als er bei Elisabeth hatte, aber  vielleicht lag das daran, dass er in Wicked mehr Dialog-passagen hat. Ich mag Carls Stimme, also stimmlich hat er mir auch gut gefallen. „Solang ich dich hab“ war so schöön, ich liebe das sowieso, denn ich finde die Liebesgeschichte zwischen Elphie und Fiyero sowieso eine der schönsten. Lustig fand ich auch, als er bei „Wie herrlich“ zuerst total ernst guckt und dann nach „Und feiern!“ breit lost grinste. Also über Carl als Fiyero hab ich mich echt gefreut.

Zauberer: Dirk Weiler
Ich finde es ist echt ein Kunststück bei nur zwei Wickedbesuchen zwei verschiedene Zauberer gehabt zu haben. :D Ja Dirk konnte singen, aber es gibt da trotzdem einen Zauberer, den ich besser finde als ihn (den ich von woanders her kenne *hust*).

Madame Akaber: Barbara Raunegger:
Es gibt Rollen, wo ich gar nicht so genau sagen kann, ob ich die Darstellerin oder den Darsteller jetzt gut fand oder nicht, weil mich die Rolle nicht so interessiert. Barbara war auf jeden Fall in der Rolle und ich denke sie ist eine gute Akaber. Bei ihrer Hetzrede hat das Mikro oder so aber ein bisschen geschallt.

Nessarose: Janine Tippl
Janine ist toll, toll, toll. Ich mag auch die Rolle der Nessa immer mehr und auch “Die böse Hexe des Ostens” gefällt mir immer besser. Mehr kann ich gar nicht sagen, sie war toll.

Moq: Ben Darmian
Ja Ben, hm. Er kam mir irgendwie so vor wie der kleine lustige Italiener. Er war wohl ziemlich aufgedreht, so wie er immer weggehüpft ist. Leider war er für mich nicht wie ein Moq. Sein „Komm Taaaanz“ war ganz gut, aber beim Hexenjäger-Marsch fand ich ihn echt schwach.  Da fand ich Stephan L Punkt  echt viel besser.

Dr. Dillamonth: Thomas Wißmann
Der war gut, das ist bei der Rolle so ähnlich wie bei Madame Akaber. ^^

Vater: Petter Bjällö
Ihn hatte ich schon zum zweiten Mal in der Rolle und da war er wieder, Harry Hirsch :D Ich mag ihn.

Das Ensemble fand ich gut, ich mag es, wenn sie die Töne so hochziehen, auch wenn die Anfangs manchmal etwas leise waren. Lanie ist mir aufgefallen und Christina (wer war die andere Freundin?) und Cosimo und einer, der aussah wie Carl und ich hab gesehen, dass ich viele hatte, die auch schon in Stuttgart waren, die ich aber nicht gesehen habe.
Dann war Wicked schon wieder zu Ende, beim Finale hatte ich wieder diesen Wicked-Einatmen-Moment. Aber wenigstens ging es ja weiter mit ganz tollen Leuten. Sorry, dass ich teilweise fast eingeschlafen bin :D

Jedenfalls fand ich es ganz super mit euch, ihr seid halt einfach so wie ich (vor allem teilweise auch so schweigsam, hehe) und ich würde sowas gerne wiederholen.  Ich hatte gar keine Lust wieder in mein Alltagsleben zurück zu kehren.

Wollt ihr noch die Bohemian Rhapsody? - WWRY; 29.08.2010; 14.00 Uhr

  

Um 8.38 Uhr sind wir mit dem Zug losgefahren, in Singen mussten wir umsteigen und leider sind da auch ein paar Fußballidioten eingestiegen. Es sollte nämlich an diesem Nachmittag Stuttgart gegen Dortmund spielen. Komischerweise waren es Dortmunder, die da eingestiegen sind und dann über uns Krach gemacht haben. Ohne mp3-player konnte man das nicht aushalten und ich hatte dann zwei Ohrwürmer von bescheuerten Liedern.
Als wir dann ankamen, hatten wir noch gut eine Stunde Zeit, bis Fabian ankommen sollte, deswegen sind wir nochmal kurz die Einkaufsstraße von Stuttgart langegelaufen und dann hab ich mich auf die Suche nach Fabian gemacht. Der kam am anderen Gleis an, aber wir haben uns trotzdem gefunden und irgendwie haben wir dann auch den Weg zum SI gefunden. (Das Fußballstadion war zum Glück in der anderen Richtung).
Im SI sind wir erstmal in den Musicalladen, wo wir uns dann auch von meinen Bodyguards (M. und J., meine Schwester und ihr Freund) verbaschiedet haben und da lief die „ABSOLUT UWE!“ DVD. Whoha! Wir wollten allerdings eine bestimme Person sehen *hust*. Uwe hat viel geredet, Pia stand daneben und bevor er dann wirklich Cats singen konnte, sind wir doch lieber gegangen. Erstmal zum Palladium rüber, weil ich Musicalpostkarten kaufen wollte, wie letztes Jahr bei Wicked. Und dann der Hammer: „Musicalkarten sind nicht zum Verkauf!“ Man musste ernsthaft zwei Stuttgart Postkarten kaufen um eine Musicalpostkarte dazu zu bekommen. Nee, nee, so nicht, ich hab auch meinen Stolz. Schließlich sind wir dann rüber ins Apollo. Es stehen übrigens ganz tolle Kästen mit so Telefonen rum, wo man Ausschnitte aus unser aller Lieblingsmusical IWNNINY sehen und hören kann. ^^

Die Besetzung:
Bap – Jörg Neubauer
Khashoggi – Reinwald Kranner
Galileo – Sascha Lien
Scaramouche – Vera Bolten
Killer Queen – Nicole Malangré
Brit – Rune Høck Møller
Ozzy – Dagmar Bernhard
Dieter – Dominik Schulz

Lehrerin / Nina - Gina Marie Hudson
Bob - Tom Mellor
Madonna - Hannes Staffler
Paul - Jaime Cox
Daniel Küblböck - Nick Stuart
Campino - Ryan A. Richardson
Mick Jagger - Vincent Gray
Robbie Williams - Ben Warwick
Amy Winehouse - Stephan Zenker
Axl Rose - Carl Richardson
Teen Queen 1 / Nena - Vicki Douglas
Teen Queen 2 / Tac - Leigh Martha Klinger
Teen Queen 3 / Tina - Julia Waldmeyer
Teen Queen 4 / Thomas D. - Sarah Bowden
Teen Queen 5 / Tic - Sophie Ellis
Pink - Karina Rapley
Jackson 5 - Gemma Fink
Deacon - Olivia Kate Ward
Kiss - Jennifer Walter

Bap: Jörg Neubauer
Bap ist auf der CD ja ziemlich unpräsent. In der Show hab ich am Anfang noch gedacht, dass er sein Lied ja ziemlich gut gesungen hat und joa. Aber dann wurde die Rolle ja sogar noch richtig lustig.

Kashoggi: Reinwald Kranner
Der sah irgendwie aus wie Karl Lagerfeld oder zumindest wie Max Giermann, der ihn immer parodiert. Ich fand ihn jetzt nicht sonderlich schlecht, aber umgehauen hat er mich auch nicht.

Galileo: Sascha A. Lien
Er sah aus wie ein Galileo, so ein bisschen wie eine Mischung aus Alex Melcher und Mick Jagger. Ich mochte ihn aber echt. Stimmlich fand ich in auch gut, da hab ich nichts ausszusetzen. Als wir seinen Namen auf dem Besetzungsbildschirm gelesen haben, waren wir ja schon kurz enttäuscht, aber zumindest bei mir hat sich das schnell wieder gelegt. Ich kann mir Rob oder Mark sowieso nicht so richtig in der Rolle vorstellen. Saschas Shirt war irgendwie dauernd nass.^^

Scaramouche: Vera Bolten
Ja, auch ich habe mich gefreut, dass sie spielt. Ich finde sie passt einfach super in die Rolle, sie ist so klein und zierlich und so frech und ihre Stimme passt auch dazu. Sie ist vielleicht nicht meine Lieblingsdarstellerin, aber als Scaramouche mag ich sie sehr.

Killer Queen: Nicole Malangré
Eigentlich mag ich die Killer Queen ja nicht so, aber Nicole war schon cool. Ihre Lieder waren super, ich mochte vor allem auch die Choreografie bei „Killer Queen“. Und ihre Mimik bei den Videoeinspielungen war super.

Brit und Ozzy: Rune Høck Møller und Dagmar Bernhard
Die beiden muss ich mal zusammen fassen. Auf der CD mag ich sie nämlich gar nicht so sehr, aber auf der Bühne ist das ja ein total süßes Paar. Im ersten Moment war es etwas komisch, dass Brit eine helle Hautfarbe hatte, aber im nächsten Moment mochte ich íhn total. Und Dagmar fand ich auch süß, ich brauch nicht so viel Rumgeschreie. Zu schade, dass Brit im zweiten Akt kaum mehr dabei ist. „Kein wahrer Held“ mochte ich auch, obwohl ich das sonst nur auf Englisch mag, aber live ist das ja nochmal was anderes. Jedenfalls hab ich jetzt neben Scaramouche und Galileo ein weiteres Lieblingspärchen in WWRY.

Ensemble:
Da ist mir eigentlich niemand so wirklich aufgefallen, ich kannte auch kaum jemanden davon. Mir ist nur hinterher eingefallen, dass Leigh Martha Klinger meine Eponine war.

Noch ein paar Kleinigkeiten:
~ WWRY ist das von den „Wir nehmen die Lieder einer Band und machen daraus ein Musical“-Musiclals, das ich am meisten mag oder überhaupt als einziges mag. Die Musik ist einfach so soo klasse und ich finde die Story ist zwar nicht die beste, aber sie hat doch einen Sinn, es steht für Rock, Freiheit, Individualität.
~ Wenn ich es nicht schon vorher fand, fand ich es spätestens ab „ I want it all“ total geil (und dieses Wort benutze ich echt selten)
~ Am meisten gefreut hab ich mich auf „Who wants to live forever“ und es war schööön. Auch wenn ich den Mann mit dem Gitarrensolo, der daneben stand, irgendwie ……… störend fand.
~ Die haben „Hammer to fall“ gekürzt!
~ Am meisten gelacht habe ich in der Szene, als die Songtitel hin und hergeworfen wurden: „Do you really want to hurt me?“ „Lebt denn der alte Holzmichl noch?“ „Alice, Alice, who the fuck ist Alice?“ (sorry Heike und Melly)
~ Ich hatte ein „Oha-aha!“-Erlebnis, dass nämlich Galileo vor „Crazy little thing…..“ „für ihre Babys“ sagt und nicht Brit. Auf der CD hört sich das nach Brit an.
~ Ich mag Lilli“ immernoch mehr als „Fifi“, auch wenn „Fifi“ sich halt wirklich nach kleinem Schosshündchen anhört und das auch passt.
~ Das andere Lied, das auf der Londoner CD fehlt, ist Crazy little thing called love“.
~ Ich fand das Publikum gar nicht soo lahn (hab keinen Vergleich), jedenfalls saßen auch zwei Mädels neben mir, die dauern gewuuht haben. Und das Lustigste: Ich glaube, ich habe die dann in Singen am Bahnhof wieder gesehen – jedenfalls hatten da welche Musicalflyer in der Hand.

Nach der Show sind wir wieder zu unserem Treffpunkt Musicalshop und haben geguckt, ob Uwe noch lief. Er lief noch, aber es hat leider gerade Pia gesungen und das mussten wir nicht unbedingt sehen. Meine Schwester und J. waren dann auch da und so sind wir wieder zurückgefahren, wo Fabi sich erstmal eine Zugverbindung ausgedruckt hat (eigentlich zwei) und wir zwei dann noch den „Ditsch“ gesucht haben, in der felsenfesten Überzeugung es gäbe einen im Stuttgarter Bahnhof. Es gibt keinen. Ich hab mir dann ein Eis gekauft. Dann waren wir noch im Presse Show, wo Fabian sich die DaCapo noch nicht kaufen wollte und dann haben wir noch ein bisschen vor unserem Zug nach Singen über Musicals geredet.
Und auf der Heimfahrt waren zum Glück noch keine Fußballidioten im Zug. Gott sei Dank, denn Dortmund hatte auch noch gewonnen.