Musicalberichte

Tarzan; Hamburg; 23.07.2010

Wenn man schon mal ein Wochenende in Hamburg ist, muss man die Gelegenheit auch nutzen und wenigstens ein Musical sehen, zumal ja auch noch mit „Tarzan“ ein Stück lief, das man gerne sehen wollte.
Nachdem wir unser Hotel gefunden hatten, machten wir uns auf dem Weg in die Stadt, erstmal zurück zum Hauptbahnhof. Ich zog mich gleich passend für einen Musicalbesuch an, damit wir nicht noch einmal zurückgehen mussten. Am Bahnhof kauften wir dann an einem Ticketstand mein Ticket. Sommerpreise, haha, sag ich nur. Aber meine Schwester hatte mir zum Geburtstag einen Gutschein für einen Teil einer Musicalkarte geschenkt und so gönnte ich mir eine Karte für PK 3, die immer noch teuer genug war.
Wir sind dann noch ein bisschen in der Stadt und am Hafen entlang gelaufen und irgendwann sind wir dann zum Theater gefahren. Gerade ist ja Jubiläum: 20 Jahre Neue Flora und die haben da unten eine tolle Ausstellung mit Kostümen aus „Mozart!“ und „Titanic“ und Fotos und diesem Engel vom Phantom.
Ich hab mir dann das Programmheft gekauft und später noch das Besetzungsheft (gab’s bei Wicked auch mal zusammen) und dann Mama und Schwester verabschiedet und meinen Platz gesucht: Reihe 20, Platz 31, links. Ziemlich weit hinten, war aber gut, ich hab immer gesehen, wenn irgendein Affe oder so von irgendwo herunter kam.

Ich muss sagen es ist echt gemein. Man sitzt da so und lauscht den eintönigen Dschungelgeräuschen und dann kommt plötzlich der große Knall. Ich hatte mich 5 Minuten vorher noch daran erinnert, hab mich aber trotzdem erschrocken.
Hier nun erstmal die Besetzung:

Tarzan: Alexander Klaws
Jane: Elisabeth Hübert
Kala: Isabel Trinkhaus
Kerchak: Kevin Kraus
Terk: Arcangelo Vigneri <3
Porter: Japeth Myers
Clayton: Mathias Sanders
Junger Tarzan: Linus Bruhn

Gesangssolisten: Taryn Nelson, Maria Walter, Andrew Waters, Romeo Salazar, Tim Edwards, Adamo Dias

Ensemble: Julie Magneville, Aisha Ruof, Nadja Schweiwiller, Paula Ferreira, Pierre Damen, Darlan de Jesus, David Boyd, Patrick Robinson, Cedric Landrieu, Jörn Petritzki

Zur Show nur ein paar Worte
Schon am Anfang hätte ich erstmal fast geheult, weil ich einfach so begeistert war von dem ganzen Spektakel und dann kam auch noch gleich „Dir gehört mein Herz“. Dieses Mal hatte ich überhaupt keine Angst, dass mir ein Affe etwas tun könnte, ich habe mich immer gefreut, wenn die irgendwo runter kamen. Aufgefallen ist mir noch, dass in Tarzan viel gesprochen wird zwischendurch. Liegt wahrscheinlich daran, dass es ein Disney Film ist.

Zu den Darsteller:
Tarzan: Alexander Klaws
Ich muss sagen, dass ich ihn damals bei DSDS mochte und er hat ja auch echt eine gute Stimme. Am Anfang hat er sich gar nicht wie Alexander angehört. Er hat gut gesungen und mir insgesamt auch sehr gut gefallen. Er hat keinen Akzent so wie Anton, was vielleicht besser zu Tarzan passen würde, aber ich finde es eigentlich immer schöner, wenn ohne Akzent gesungen wird. Von der Mimik konnte ich leider nicht zu viel erkennen, da saß ich zu weit weg. Aber ich finde, für ihn ist das jetzt schon ein großer Erfolg. So viel Applaus wie am Ende hat er bestimmt gegen Ende seiner „Superstarzeiten“ nicht mehr bekommen. Die sollen das nicht immer so dumm machen, dass er jetzt in Musicals spielt (also Zeitungen und so). Einen Tarzan ohne Musicalausbildung zu spielen muss man auch erstmal machen.

Jane: Elisabeth Hübert
Ach sie war entzückend. Witzig, charmant, schnell plappernd und eine tolle Stimme hat sie auch. Als sie im Riesenspinnennetz hing, hat sie „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ gesungen.

Kala: Isabel Trinkaus
Sie war auch toll, schön gesungen. Ich hatte keine Minute das Gefühl, dass sie nur Zweitbesetzung ist.

Kerchak: Kevin Kraus
Groß und mächtig. Ich frage mich, wie sie das mit seinen Obergorillabrüllern machen.
Ich finde es außerdem süß, wie er sich um Kala sorgt. Ach ja ich find die beiden süß zusammen.

Terk: Arcangelo Vigneri
Ohh, er war soo toll. Er hat eine außergewöhnliche Stimme, ich liebe schon seine Sprechstimme allein. Die Stimme hat mich nur an jemanden erinnert, aber ich weiß nicht an wen. Und gar keinen Akzent hat er.

Porter und Clayton: Japeth Myers und Mathias Sanders
Haben mir beide gut gefallen, ebenso wie der kleine Tarzan. Was soll man zu Kindern noch groß schreiben.

Das Ensemble war auch toll. Am Ende hab ich Maria Walter entdeckt.

Das Publikum war auch super, es kam jede Menge Zwischenapplaus und bereits bei Porter Standing Ovations.

Und meine Mutter erzählt jetzt allen, die fragen, dass ich an einer Liane heraus geschwungen kam. Also muss es mir wohl sehr gefallen haben.

Ach ja: Ich habe eine Tarzantüte. Yes

Evita Open Air; Magdeburg; 19.06.2010

Evita Open Air; Magdeburg; 19.06.2010

Am Samstag ging es also auf zur Da Capo Lesreise. Ich muss sagen, ich mag es nicht so, die Karten vorher noch nicht zu haben, aber was soll man machen.
Einmal Umsteigen in Erfurt, wo es leider keine neue „musicals“ gab und ziemlich bald waren wir auch schon in Magdeburg.
Das Hotel war ein Hundertwasserhaus und wirklich super cool und schnuckelig. Die Straße hieß übrigens „Breiter Weg“ – wir wissen also jetzt, wo die Musical WG ist.  Der Domplatz und somit die Bühne waren praktisch gleich um die Ecke.
Aber es sollte ja erst um neun losgehen. Ab und an sah es so aus, als ob es gleich regnen würde, was wir natürlich nicht wollten.
Um 20.15. wurden dann die Karten im Hotelfoyer von einem Da Capo Mitarbeiter überreicht: Reihe 6, Tribüne Mitte Platz 32 &33.
Die Bühne sah echt groß aus und irgendwie auch imposant. Es gab nicht so viel Kulisse, aber es gefiel mir trotzdem.
Ein Blick auf die aushängende Besetzungsliste brachte mir noch mal Gewissheit, dass wirklich Drew spielen würde. Man kann ja nie wissen, was da alles so passiert.

Besetzung:
Eva Perón: Simone Geyer
Ché: Drew Sarich
Juan Perón: Ethan Freeman
Agustin Magaldi: Iago Ramos
Peróns Geliebte: Heide Kalisch oder Jenny Stark (ich weiß es nicht mehr)
Evas Mutter: Gabriele Stoppel-Bachmann
Evas Schwestern: Ulrika Bäume, Uta Zierenberg
Mädchen: Paula Töpel (wenn ich nicht irre)

Das Stück ging los – Drew kam auf die Bühne geschlendert. Juhu, ich sehe ihn wirklich live! Ich kannte von Evita ja jetzt nicht so viel – außer ein paar Lieder und Titel. Einige haben mir dann aber doch sehr gut gefallen, u.a. „Ich wäre wirklich gut für dich“ oder „Jung, schön und geliebt“ oder „Wach auf, Argentinien“ oder auch Ché’s Parts in „Spendengelder fließen“ und dem Regenbogentour-lied, sowie der Walzer für Eva und Ché.
An einer Stelle stand Drew alleine auf der Bühne und Simone kam in ihrem Glitzerkleid von der anderen Seite – da kam mir dann mal kurz „Wenn ich tanzen will“ in den Sinn. Wäre bestimmt auch super geworden.
Es hat dann natürlich doch mal kurz angefangen zu regnen, aber es hätte uns auch schlimmer treffen können. Die Darsteller sind da sowieso mehr zu bemeitleiden.
Erstaunlicherweise gab es auch nicht viele Hintergrundgeräusche von außerhalb.
Als nach der Pause dann die Ansage kam, dass es nächstes Jahr „Die Schöne und das Biest“ Open Air geben würde, gab es erstmal ein kollektives „Ohhhh“
Das Ende war auch toll. Drew schnippst und das Licht geht aus.
Die Inszenierung hat übrigens ein echt tolles und informatives Programmbuch.
Und zum zweiten Mal habe ich Requisiten-geldscheine mit nach Hause nehmen können - diesmal hat Ché die in die Menge geschmissen.


Evita: Simone Geyer
Sie hat mir gut gefallen. Ihr Auftritt in diesem prachtvollen Kleid war wirklich wow. Und „Wein nicht um mich, Argentinien“ hat sie echt super gesungen. Obwohl ich das Lied nicht mag und finde, dass es ein komisches Ende hat und ich mich sowieso frage, warum das Volk denn an dieser Stelle schon um sie weinen sollte. Und auch obwohl Evita mir an sich jetzt nicht sonderlich sympathisch ist.

Ché: Drew Sarich
Endlich, endlich, endlich hab ich ihn live gesehen. Ich hab natürlich die meiste Zeit auf ihn geachtet. Am Anfang hatte er noch nicht solche großartigen Sachen zu singen, aber im zweiten Akt hat sich das zum Glück geändert und er konnte auch mal zeigen, was er stimmlich drauf hat. Da gab es ein paar schöne Stücke, leider weiß ich bei den meisten die Titel nicht, aber zum Beispiel „Jung, schön und geliebt“. Und überhaupt hat er so gut gepasst: er war so cool und lässig und zynisch und aufrührerisch und einfach so passend … und ich hör jetzt besser mal zu schwärmen auf. Mich würde jetzt aber trotzdem mal interessieren, wie Serkan das so als Ché macht.

Perón: Ethan Freeman
Ethan ist schon cool. Leider hatte er nicht so viel zu singen, aber er war trotzdem cool.

Geliebte Perón’s
Sie hatte echt Pech, weil es gerade bei ihrem Solo zu regnen anfing. Und sie barfuß und in kleinem Nachthemdchen und außerdem haben da alle ihre Regenponchos rausgekramt und übergezogen.

Magaldi: Iago Ramos
Ich wusste nicht, dass sein Lied so kurz ist – wenn es sein Lied war, er hat es auf Spanisch gesungen. Auf Deutsch hat man ihn auch kaum verstanden.

Der Chor und das Ballett waren auch nicht immer so verständlich und hätten vielleicht etwas kräftiger sein können.

Und irgendwie ist Evita ein Drei-Mann-Stück! Auch wenn ich sicher nicht die erste bin, die das feststellt.

Fotos auf fb sind auch on.

Aida, Aida - Coburg; 23.05.2010

 

Wir waren viel zu früh am Theater, weshalb wir, nachdem wir die Karten (Parkett Reihe 2 Platz 10 &11) abgeholt hatten, uns noch draußen auf eine Bank gesetzt, uns dabei gesonnt und den Parkplatzeinweisern zugeschaut haben, bis wir schließlich endgültig ins Theater sind. Es war ziemlich warm im Theater, was aber auch irgendwie zum Stück passte.

Mein Platz war echt super, genau mittig und ich hatte auch keinen Kopf vor mir.

 

Besetzung:

Aida: Dominique Aref

Radames: Ramin Dustdar

Amneris: Ulrike Barz

Zoser: Stephan Mertl
Mereb: Benjamin Savoie

Nehebka: Anastasia Scheller

Pharao: Wolfgang Mühlenbeck

Amonasro: Kostas Bafas

 

Das Stück war auf Englisch mit deutschen Dialogen und deutschen Übertiteln. Die Übersetzungen waren teilweise aber echt nicht so toll und ich denke, ich mag das Stück lieber auf Englisch, auch wenn die Übertitel jetzt nicht gleichzusetzen sind mit den deutschen Texten, die immerhin von Herrn Kunze stammen.

 

Aida: Dominique Aref

Sie war toll. Stimmtlich gefiel sie mir viel besser, als die Aidas auf der deutschen und der englischen CD, weil sie nicht so herb rüber kam. Ihr Schauspiel hat mir auch sehr gefallen, sie war trotz allem immer sehr majestätisch, wie es ja zu Aida passt. Dass sie jetzt nicht so eine dunkle Hautfarbe hat, hat mich überhaupt nicht gestört.

 

Radames: Ramin Dustdar

Unser Jesus! Durfte gleich am Anfang schon mal wieder sein Hemd ausziehen. Er war super. Er war einer der Darsteller, bei dem ich mir immer gewünscht habe, dass er doch bitte noch was und noch mehr singt und so sollte es ja eigentlich auch sein.

 

Amneris: Ulrike Barz

Sie fand ich ja als Mrs. Lovett total gut. Als Amneris hat sie mir auch gefallen, wenn auch nicht ganz so sehr wie in „Sweeney Todd“. Ihre Amneris war übrigens rothaarig. Im Vergleich zu den beiden CD-Amneris-darstellerinnen hat sie eine tiefere Stimme, die aber echt gut ist. Nur an manchen Stellen hätte ich sie mir noch ein bisschen rockiger gewünscht. Einige ihrer Gesichtsausdrücke waren auch echt witzig.

 

Mereb: Benjamin Savoie

Er teilt sich die Rolle mit Thada, aber ich hab mich gefreut, als ich gelesen habe, dass er an diesem Abend Mereb spielt. Er ist niedlich. Bei „How I Know You“ hatte ich das erste Mal Gänsehaut. Vom Theaterensemble ist er mein Lieblingsdarsteller.

 

Zoser: Stephan Mertl

Er war etwas steif und blass und sah aus, als hätte er es nicht ganz so mit der englischen Sprache. Stimmlich war er eben nicht so gut wie Kristian Vetter auf der CD und schauspielerisch war er auch nicht so gut. Das ist jetzt nicht schlimm, weil er sowieso nicht so viele Auftritte hat, aber ich habe ein Video mit Drew gesehen, wie er „Eine Pyramide mehr“ singt und das ist vor allem mimisch so genial. Jaja, ich und mein Drew.

 

Nehebka: Anastasia Scheller

War stimmlich echt gut und hat mir gut gefallen.

 

Pharao & Amonasro

Zu denen muss und kann ich ja eigentlich nicht viel sagen. Kostas Bafas alias Amonasro, den ich schon als Pirelli gesehen habe, hatte einen Akzent, der gut zur Rolle gepasst hat. Also jetzt nicht der Akzent (Griechisch), sondern, dass er einen hatte.

 

 

Chor/Ensemble

Das war gemischt. Es gab ein paar, die etwas unbeholfen aussahen und einige waren aber auch echt gut. Die Tänzerinnen waren aber echt niedlich.

 

 

Die Musik von Elton John ist eingängig und mir wurde schon öfter gesagt, dass man erkennt, dass sie von ihm ist. Das kann ich jetzt nicht so sagen, ich kenn mich da nicht so aus, aber es gibt ein paar schöne Stücke. Highlights der Show waren auf jeden Fall: „How I Know You“, „Dance of the Robes“, „Not Me“, „Easy as Life“ und was ich auch sehr schön fand, war die kleine Reprise von “Fortune Favors the Brave”. Die Songs von Zoser hätte ich mir noch ein bisschen rockiger gewünscht “Fortune Favors The Brave” war zwar super von Ramin gesungen, aber leider war der Chor mit seinem “ohh-ohh-ohh…” nicht so stark.

Die Geschichte ist, obwohl sie ja tragisch endet, trotzdem gute Unterhaltung, auch wenn ich es ziemlich grausam finde, jemanden bei lebendigem Leib zu begraben. Aber wer nicht?

 

Beim Schlussapplaus gab es Schlussapplausmusik, was ich gut fand. Ich liebe Schlussapplausmusik. Ich hab mich kurz geärgert, weil die Frau schräg vor mir Fotos gemacht hat und ich eigentlich auch super Sicht gehabt hätte, um ein Foto zu machen, meine Kamera aber ausnahmsweise mal zu Hause gelassen hatte.

Nachdem es schon einige Verbeugungen und Vorhänge gegeben hatte, hab ich mich umgesehen und es standen nur so 3,4 Leute und da hab ich zu meiner Mutter gemeint, dass wir auch hätten aufstehen sollen und sie meinte dann „Komm wir stellen uns hin. Und auf einmal standen dann fast alle und es gab doch noch Standing Ovations. Das fand ich sehr schön.

 

„Jesus Christ Superstar“, Alte Oper Erfurt 11.04. 1010, 18.00 Uhr oder Too much Judas on my mind

„Jesus Christ Superstar“ – Alte Oper Erfurt 11.04. 1010, 18.00 Uhr

Also, wo fang ich an? Viel Vorgeschichte gibt es nicht – außer den kleinen Schock, dass das eine tschechische Produktion sein sollte und ich erst dachte, die singen auf Deutsch – aber das wisst ihr ja schon.
Nachdem wir eigentlich erst mit dem Zug fahren wollten, haben wir meinen Vater dann doch überredet zu fahren und so machten wir uns um 4 auf den Weg und waren ungefähr ne Stunde später da. Navi lenkte uns dann von hinten ans Theater ran und ich war erstmal geschockt. „Ihr Ziel befindet sich rechts“ – das ganze war aber sehr heruntergekommen. Es stellte sich heraus, dass das irgendein hinterer nicht renovierter Teil der Oper war, also wirklich dazu gehörte. Nachdem wir einen Parkplatz gesucht haben, sind wir dann von vorne zur Oper gekommen. Ziemlich klein und auch nicht unbedingt eine Augenweide. Wir sind dann irgendwann rein und haben uns ein Programmheft gekauft. 3 Euro für 3 Seiten. Aber die Songliste war auf Englisch, was daraufhin wies, dass das Stück doch in Englisch gespielt werden würde. Zum Glück!

Hier nun mal die Besetzungsliste, das wird lustig:

Jesus of Nazareth: D. Vitázek oder R. Jicha
Judas Iscariot: P. Gazdik oder J. Jackuliak
Mary Magdalene: J. Gazdiková oder J. Musilová
Caiphas: J. Apolenar oder I. Ondricek
King Herod: J. Mazák oder J. Junak
Pontius Pilate: K. Skarka (juhu nur eine Besetzung)
Peter: R. Gajdos oder J. Ulicnik
Simon: L. Janota
Annas: P. Brychta oder V. Volecko
1.Woman: Jana Glocová (die einzige bei der der Vorname da steht.)
Die anderen spar ich mir jetzt mal.
Tschechen scheinen nicht besonders viel Wert darauf zu legen, dass man weiß wer singt bzw. ihre Sänger kennen lernt.

Wir saßen Reihe 9, die Reihe 5 war, auf den Plätzen 27 und 28 rechts. Insgesamt fühlte man sich recht eingeengt, weil die Sitze so nah beieinander waren und besonders schön waren sie auch nicht. Insgesamt wirkte sowieso alles ein bisschen amateurhaft, so als ob das Theater nur auf Sparflamme liefe. Wie schade! Vor mir hatte ich leider noch einen großen Kopf – allerdings nur bis „Hosanna“, dann ging das Paar vor uns nämlich. Wenn sie meinen….

Akt I:
Logischerweise ging es los mit der Ouvertüre und die war voll schön. Das Orchester war kraftvoll und spielte gut. Das Bühnenbild war eine Art Leinwand mit Wüstenbild und eine Art Brücke, die aus zwei Treppen bestand, und unter die man sich setzen konnte. Die Aufführung war nicht modern gehalten, sondern alle Kostüme waren historisch. Dadurch war diese Inszenierung gleich ganz anders, als die, die ich damals in Coburg gesehen habe.
Wie ihr vermutlich wisst, liebe ich die Figur des Judas sehr und „Heaven on their minds“ liebe ich fast noch mehr. Das Lied ist sozusagen Judas’ Bewährungsprobe. Erstmal hab ich aufgeatmet, als Judas da wirklich angefangen hat auf Englisch zu singen. Und war er am Anfang noch etwas leise, hatte er mich spätestens ab (the myth) „from the man“ von seiner Stimme überzeugt.
Bei „What’s the buzz“ hab ich erstmal Jesus’ Einsatz verpasst, weil ich zu beschäftigt damit war Judas zu beobachten. Das mach ich zu gerne, das ist sehr interessant. Aber zu ihm später. Am Ende von „Everything’s alright“ haben sich alle auf den Boden schlafen gelegt, inklusive Judas. Vor/bei „This Jesus must die“ sind dann alle, außer Judas, von der Bühne gegangen und die Priester und so haben gesungen, Judas hat ihnen zugehört. Das fand ich sehr gut, weil man dadurch gesehen hat, wie er überhaupt erst auf die Idee gekommen ist zu ihnen zu gehen. Irgendwann ist er dann aufgestanden und gegangen. Es folgte ein echt tolles „Hosanna“ (und das nicht nur wegen der Palmwedel und weil der Kopf vor mir weg war). Ich hatte richtig Lust auch auf die Bühne zu hüpfen und mitzumachen. Leider wurde Judas weggeschickt und er kam erst bei „I don’t know how to love him“ zurück. Das können die doch nicht machen! Dafür durften er und zwei andere Jünger eben während „I don’t know….“ auf der Bühne bleiben und schlafen, wie Jesus. Judas hat allerdings Mary beobachtet, immer wenn sie am Bühnenrand stand und gesungen hat. Nach „Damned for all time“ war der erste Akt bereist nach 45 Minuten zu Ende. Wow, das ging schnell!

Akt II:
„The Last Supper“ zog ziemlich schnell an mir vorbei. Nach Judas’ und Jesus’ ersten Streitgespräch, bei dem Jesus Judas ja auffordert zu gehen, tat dieser das dann auch und Jesus hat dann weiter Brot verteilt und sozusagen versucht normal weiterzumachen. Aber da hatte er nicht mit Judas gerechnet, der zurückkam. Die beiden haben sich dann später auch noch umarmt, aber dann hat Jesus ihn weggeschubst.
“Gethsemane“ war das Highlight des Abends. Sehr kraftvoll, mit wenig leisen, dafür aber sehr langen Tönen. War das Publikum ansonsten eher lahm, gab es hier sogar Zwischenapplaus. (Vielleicht aber auch nur, weil keiner wusste, das es noch mal weiter ging. )
Im zweiten Akt wurde generell mehr umgebaut. Leider auch sichtbar und dadurch mit kleinen Unterbrechungen. Die Treppenteile der Brücke wurden zusammen geschoben nach links für Pilate und nach rechts für Herodes und zwischendrin auch noch mal in die Mitte. Herodes hatte ein paar sehr schmächtige und überhaupt nicht schwule Jünglein und ein paar Mädels um sich rum. „Could we start again please“ wurde bei „… we start“ unterbrochen von der Anfangsmelodie von „Judas’ Death“ – fand ich toll. Judas hat sich dann erhängt – ähnlich wie Serkan als Lucheni auf der Elisabeth DVD. Beim „Trial“ wurde Jesus diesmal nicht kopfüber hochgezogen und ausgepeitscht, sondern „nur“ von zwei Soldaten an Seilen festgehalten. So wie es eben wirklich gewesen sein soll. Überhaupt haben sie in dieser Produktion viel Wert darauf gelegt, dass alles so war, wie es angeblich war. Zum Beispiel wurde Jesus auch richtig an ein Kreuz gehangen, das er vorher tragen durfte und einer der Römer hat ihn mit einem Schwamm etwas zu trinken gegeben. Dadurch war das Ende sehr realistisch und sehr nahe gehend.
Und eigentlich müsste man nach einem so bewegenden Ende mit „John Ninty Forty-One“ ganz ruhig aus dem Theater gehen, aber die Tschechen schienen noch nicht nach Hause zu wollen , denn es gab so was wie Zugaben. „Hosanna“ (wollte Jesus das Publikum auffordern mitzusingen?), „Simon Zealotes“, „Superstar“ und noch mal „Hosanna“ wurden jeweils noch mal angespielt. Und trotzdem war das Stück bereits nach nur zwei Stunden Schluss.

Nun zu den Darstellern, deren Namen ich ja nicht weiß.

Jesus:
Er war eigentlich echt so, wie man sich einen „richtigen“ Jesus vorstellt. Er sah so aus und er war sympathisch. Gesungen hat er auch sehr gut, wie schon bei „Gethsemane“ erwähnt. Nur hat er im zweiten Akt angefangen einen stärkeren russischen/ tschechischen Akzent zu haben. Lustig war vor „Gethsemane“ sein „Peterrrr“.  :D

Judas:
Am Anfang war seine Stimme etwas leise, was am Orchester lag, das ab und an etwas zu laut war. Wenn er leiser gesungen hat, war seine Stimme rauchig, aber wenn er lauter gesungen hat und die Töne so richtig lang ausgesungen hat, fand ich ihn toll. Er war irgendwie ein rauer Judas, einer, der sich nicht wirklich anmerken lässt, wie verzweifelt er wirklich ist. Er war mehr zynisch und manchmal irgendwie auch gemein. Aber ich weiß es ja besser. Bei „Damned for all time“ und manchmal an anderen Stellen hat er seinen Text verhaspelt und dann irgendwie weggenuschelt. Sein „Superstar“ hätte ich mir noch ein bisschen, hm,… „superstariger“ gewünscht. Aber insgesamt hat er mir doch gut gefallen, auch wenn ich mich manchmal gefragt habe, was wäre, wenn da jetzt Serkan auf der Bühne stände.

Mary Magdalene:
Sie war nicht die beste Sängerin, aber sie war mir sympathisch. Und eigentlich mag ich Mary ja nicht so.

Pilate:
Ihn fand ich toll. Er sah römisch aus und irgendwie manchmal leicht tuntig, aber irgendwie auch wieder nicht. Gesungen hat er auch gut, er hatte von allem die beste englische Aussprache, fand ich.

Caiphas & Annas:
Annas hätte eine höhere Stimme haben können, Caiphas war tief genug. Annas hat „informations“ gesungen – autsch!

Simon:
Sein Lied hatte mehr Power als das damals in Coburg, was schon mal positiv war. Er sah auch aus wie ein richtiger Tscheche, er könnte auch einen Prinz in so einem Märchenfilm spielen.

Peter:
“Peterrrr!“Tut mir Leid, aber seinen ersten Part bei „Could we start again, please?“ hat er so was von verhauen. Er konnte mich nicht wirklich überzeugen.

King Herod:
Ihn konnte man schlecht verstehen, aber ich hab eh nicht so auf ihn geachtet.

Ensemble:
Dem Ensemble hat man angesehen, das es Spaß hatte. Eine Darstellerin ist mir besonders aufgefallen, sie hat Judas beim Ende von „Everything’s alright“ lange so angeguckt, als ob sie sich fragt, warum er denn jetzt schon wieder Ärger machen musste. Aber auf eine eher liebevolle Art. Außerdem hat sie mich an eine Darstellerin erinnert. An Nadine Schreier oder ein Ensemblemitglied von irgendwo anders her.

Ich könnte jetzt einen großen Vergleich machen zwischen den beiden Inszenierungen, die ich gesehen habe, mach ich aber nicht. Dadurch dass die eine modern und die andere eben nicht modern war, geht das auch sehr schwer. Beide waren gut und haben mir gefallen und ich könnte mir JCS sowieso noch ganz oft ansehen. Hauptsache auf Englisch und Hauptsache Judas stimmt.

We all deserve to die - Der etwas verspätete Bericht zu Sweeney Todd

 

Seit langer Zeit mal wieder ein Blogeintrag und gleich ein Bericht zu einem Musicalbesuch im Januar. Leider spinnt das Layout meines Blogs ein bisschen rum. Verzeihung!
Ich denke, ich werde bald mal wieder öfter bloggen.

„Sweeney Todd – der mörderische Barbier aus der Fleet Street“ . 23.01.2010, 19.30 Uhr, Landestheater Coburg

Mein erster Musicalbesuch sollte dieses Jahr also nicht so lange auf sich warten lassen. (Letztes Jahr war er im Juli!)
Die Karten hatte ich ja gewonnen und das machte die ganze Sache gleich noch besser.

Wir fuhren dann also Punkt 6 los, Richtung Coburg und waren keine Stunde später auch schon da. Trotz gewonnener Karten waren wir nicht sicher, ob wir an diesem Abend wirklich im Theater sitzen würden, denn vielleicht wäre die Abendkasse, wo wir die Karten abholen sollten, ja schon geschlossen oder wir hätten die Karten nicht bekommen – oder sonst was.
Es verlief dann allerdings doch alles reibungslos und wir bekamen die Karten. Die Plätze waren Reihe 8, Parkett Platz 16 & 17, rechts. Gar nicht mal so schlecht. Die Plätze bieten übrigens viel Raumfreiheit. Platz 17 war am Rand und ich nahm den Platz gleich in Anspruch, was ich zu Beginn des Stückes noch mal kurz bereute, weil genau neben mir eine Tür war und ich immer noch leicht paranoid bin, so wegen Cats und so von wegen Darsteller kommen durch die Türen und so.... allerdings war der Orchestergraben zwischen Bühne und Zuschauerraum

Bevor es los ging, hatte ich nur kurz eine melancholische „Ach ja, damals bei JCS“- Phase.

Aber hier erstmal die Besetzung:

Sweeney Todd: Steffen Löser
Mrs. Lovett: Ulrike Barz
Anthony Hope: Jason Tomory
Johanna: Katrin Dieckelt
Tobias Ragg: Benjamin – Edouard Savoie
Richter Turpin: Michael Lion
Bettlerin: Petra Gruber
Büttel Bamford: Sascha Mai
Pirelli: Kostas Bafas
Jonas Fogg/ ein Vogelhändler: Matrin Trepl

Chor, Orchester und Statisterie des Landestheaters

Am Anfang war als „Vorhang“ sozusagen eine große gemalte Häuserwand zu sehen. Diese erhob sich dann und es ging los mit der „Mär von Sweeney Todd“, die im Stück immer mal wieder stückchenweise meist vom Ensemble vorgetragen wurde. Die ganze Show war auf Deutsch, was mich aber nicht so gestört hat, obwohl ich den Film immer nur auf Englisch gucken mag.
Als Kulisse gab es ein Häuschen, das Mrs. Lovett’s Pastetenladen (auf dem „Lovett’s Loveley Pasteten stand, was mich schon leicht verwirrt hat) darstellte. Vorne der Verkaufsraum, hinten „Wohnzimmer“ und an der Seite die Tür zur Backstube. Oben drauf befand sich dann Sweeney’s Barbiersalon. Wenn ich mich nicht irre (und ich irre nie….., äh falsches Musical), war das Häuschen, das, welches bei Jesus das Priesterhäuschen war. Außerdem gab es eine (oder sogar zwei fahrbare Treppen) und so was wie eine „Brücke“ über die Bühne. Ein bisschen gestört hat es mich, dass das Haus und die Treppen immer von Ensemblemitglieder herum geschoben und bewegt wurden und die sich dann einfach abwartend darunter gesetzt haben.
Den Film mit Johnny Depp habe ich zweimal bisher gesehen und ich hatte doch einiges wieder vergessen. So wurde im ersten Akt noch gar nicht viel gemordet. Nur Pirelli musste dran glauben. Mutig, wie ich war, habe ich nicht weggeguckt und der Mord war auch nicht schlimm, man hat nicht einmal Blut gesehen. Besonders gefallen im ersten Akt haben mit „My Friends“ („Mein Freund) – da liebe ich es vor allem, wenn Todd und Lovett zusammen singen- , „Johanna“ und das Schlusslied, ich glaube es heißt „A little priest“.

In der Pause kam es einen lustigen Zwischenfall, als zwei (nicht ganz so männlich wirkende) Herren auf die Damentoilette gehen wollten.

Im zweiten Akt wurde ein bisschen mehr gemordet, diesmal sogar mit etwas Blut. Die armen Opfer haben mir jedoch immer Leid getan, wenn sie sich von dem Stuhl in die „Backstube“ herunterschubsen lassen mussten und sich dabei nicht bewegen durften. „By the Sea“ liebe ich im Film. In Coburg war es auch gut, aber gegen einen auf einer Sommerwiese sitzenden, grimmigen, einen schwarz-weiß gestreiften Badeanzug tragenden Johnny Depp kommt nichts an.
Erwähnenswert wäre vielleicht noch, dass der Doktor der Irrenanstalt, nicht wie im Film von Anthony seinen „Patientinnen“ überlassen wird, sondern erschossen. Anthony als Perückenmacher, hebt die Pistole, lässt sie wieder sinken. “Ich kann nicht!“ Johanna: „Ich kann!“ – Schuss. Das ganze passierte übrigens hinter einer Schattenwand.
Am Ende stand der arme Tobias dann zwischen den Leichen von Turpin, Bettlerin und Todd (und Mrs. Lovett im Ofen) und zwei Polizisten tauchten mit Johanna und Anthony auf – und ich dachte, „Nein, jetzt macht ihn nicht für alle Morde schuldig, er hat doch nur Sweeney umgebracht!“ Nun, er wurde nicht verhaftet, sondern alle haben noch einmal „Die Mär von Sweeney Todd“ gesungen, bei dem alle „Opfer“ dann auch wieder auferstanden sind, ebenso wie Mr. Todd selbst.

Sweeney Todd: Steffen Löser
Er hat es sowieso schwer gehabt, denn wer kommt schon gegen einen Johnny Depp an? Ehrlich gesagt habe ich auch gar nicht so viel auf sein Schauspiel und seine Emotionen geachtet. Aber sein Gesang war gut und in „An der See“ war er schön schmollig.

Mrs. Lovett: Ulrike Barz
Sie war tooll! So schön durchgeknallt und auch doch wieder nicht, so „mit einem großen Herz“ und doch skrupellos. Ihr Schauspiel war *love* Ihr Gesang war auch toll und vielseitig. In „Jekyll & Hyde“ hat sie die Lucy gespielt und an einer Stelle habe ich wirklich mal gedacht , "das hätte jetzt zu „Mädchen der Nacht“ gepasst.“

Anthony Hope: Jason Tomory
Er hat mir auch gut gefallen, auch wenn mit seine Stimme am Anfang etwas zu tief war für einen jungen Seemann. Sein Zusammenspiel mit Johanna war schön.

Johanna: Katrin Dieckelt
Sie hatte eine sehr opernhafte Stimme. Teilweise war sie mir zu opernhaft, denn ich habe sie manchmal gar nicht verstanden. Trotzdem hat sie gut zur Rolle gepasst und ich kann nicht sagen, dass ich sie nicht mochte.

Tobias Ragg: Benjamin – Edouard Savoie
Hach!  Der Star des Abends! Im Film ist Toby ja ein kleiner Junge. Hier war es schon ein erwachsener Mann, der allerdings etwas im Kopf zurückgeblieben ist. Benjamin hatte so einen (amerikanischen?) Akzent, der so super zu der Rolle gepasst hat, weil er ihn dadurch etwas unbeholfen hat wirken lassen. Vom Gesang her hat er mich übrigens voll an Eric Minsk und „die tote Crew“ erinnert.
Er war einfach nur toll, toll, toll!!

Richter Turpin: Michael Lion
Es kam mir so vor, als hätte er im Film mehr Auftritte. Zu ihm kann ich nicht viel sagen, außer, dass er etwas steif wirkte und ja….

Bettlerin: Petra Gruber
Hat gut gesungen und hatte eine größere Rolle, als im Film.

Büttel Bamford: Sascha Mai
Er war auch etwas steif. Gut, das ist vielleicht auch rollenbedingt. Kurzzeitig sah es echt mal so aus, als würde er gar nicht selber singen, sondern nur seinen Mund bewegen.

Pirelli: Kostas Bafas
In einer Kritik hab ich gelesen, dass er Pirelli zu überzogen spielt. Aber ich finde, Pirelli muss man überzogen spielen, weil Pirelli überzogen ist und sich selbst nur bestmöglich verkaufen will. Sein Auftritt beim „Rasierwettbewerb“ war jedenfalls lustig, genau so wie sein italienischer Akzent. Als er den dann nicht mehr hatte, als er Todd erklärte, dass er ihn erkannt hat, klang er aber irgendwie Spanisch, obwohl er (also) die Rolle ja eigentlich Ire sein soll. Vielleicht, war es aber auch Griechisch, wenn ich mir den Namen so angucke.

Alles in allem war es ein gelungener Abend mit guter Unterhaltung – und hey, gewonnenen Karten! Sweeney Todd ist kein Stück, aus dem man raus geht und sagt: „Ach, war das schöön!“ , aber gefallen hat es einem trotzdem. Es hat einfach so einen bestimmten bösen Humor und eigentlich ist es echt ein geniales Stück, das man gut auch auf die heutige Zeit übertragen kann.

Im Programmheft, das 1.40 Euro gekostet hat, gibt es übrigens ein Rezept für „Worst Pies“ – jemand Interesse?

Ach und, ich hab die kleine knuffige Omi aus JCS wieder entdeckt,die den "Hosanna"-Chor dirigiert hat.

Elisabeth 20.12.2009; 14.30 Uhr, Frankfurt

 

So wie man denkt und es sich wünscht so kommt es nie - oder Elisabeth, 20.12.2009, 14.30 Uhr

So wie man denkt und es sich wünscht – so kommt es nie

Endlich wieder ein Musicalbesuch, endlich wieder Elisabeth. Ich freute mich schon lange auf den 20. Dezember. Ich freute mich auch noch, als ich las, dass Annemieke am Sonntag off sein würde. Und ich freute mich erst recht, als ich las, dass wenigstens Oli den Tod spielen würde.

Aber tja so wie man es sich wünscht….

Aber von vorne.
Sonntag fuhren wir so kurz nach 10 etwa los und kamen kurz vor halb eins in Frankfurt an. Navi schickte uns zwar durch eine Seitenstraße, die Alte Oper fanden wir dann trotzdem relativ schnell. Als wir aus dem Parkhaus kamen dann erstmal Überraschung: die war ja total eingepackt auf der Vorderseite und eine Eisbahn gab es auch nicht. Schade.
Wir sind dann rein in die Oper und standen eine Weile rum. Meine Eltern haben auf meine Halbschwester gewartet, mit der sie verabredet waren und ich konnte noch nicht rein. Während des Wartens kamen immer mehr Eltern mit kleinen Kindern. Da hab ich mich schon gefragt, was die denn alle in Elisabeth wollen. (Später stellte sich raus, dass die meisten davon in der parallel laufenden "Der Nussknacker" Vorstellung waren)
Irgendwann bin ich dann doch rein, nachdem ich meinen Eltern noch meinen Mantel in die Hand gedrückt hatte. Ich bin dann erstmal zum Verkaufstand – Programmheft kaufen. Mit Besetzungsliste. Erster Blick darauf: Elisabeth : Stephanie Sturm – okay, Tod: Carl van Wegberg! Oh! Kein Olli!
Ich hab dann erstmal mein Handy gezückt – ich musste mich an diesen Text von wegen Musicalkrankheit erinnern – um jemanden mitzuteilen, dass ich Carl als Tod habe. Da sah ich dann: SMS von Tatjana. Ja, jetzt wusste ich auch, dass Carl den Tod spielt.

Ich finde die Alte Oper sehr hübsch, aber auch sehr groß. Ich finde man kann sich gut verlaufen, weil man irgendwie mit links und rechts durcheinander kommen kann. Der Saal an sich ist sehr groß. Ich saß Reihe 11, links, Platz 4. Weiter hinten hätte ich allerdings nicht sitzen wollen, die Plätze steigen erst ganz weit hinten an. Zuerst war jeweils der Platz links, als auch rechts neben mir frei, aber bald kam der Mann, der rechts von mir saß. Der links neben mir kam zu spät und war im zweiten Akt dann gar nicht mehr da. Außerdem saß ich genau neben der Tür und neben der Türenschließerin, die während der Vorstellung drinne saß! Die haben eben doch einen coolen Job.

So, hier erst mal die volle Besetzung:

Elisabeth: Stephanie Sturm
Der Tod: Carl van Wegberg
Luigi Lucheni: Bruno Grassini
Kaiser Franz- Joseph: Markus Pol
Erzherzogin Sophie: Christa Wettstein
Herzog May: Thomas Bayer
Kronprinz Rudolf: Thomas Hohler
Ludovika/ Frau Wolf: Susanna Panzner
Rudolf als Kind: Valentin Teufel

Ensemble Damen: Nadine Gabriel, Esther Hehl, Cornelia Uttinger, Claudia Wendrinsky, Claudie Reinhard, Angela Hunkeier, Lieselot Meurisse, Alice Macura

Ensemble Herren: Martin Rönnebeck, Lars Rindelaub, Guido Gottenbos, Stefan Stara, Patrick Stamme, Stuart Sumner, Roel Bakkum, Martin Markert

Musikalische Leitung: Hauke Wendt

Und dann ging es los. Während des Prologs hab ich mich erstmal gefreut, dass ich wieder in Elisabeth saß. Ich muss zugeben, ich hab die ganze Zeit trotzdem noch gehofft, dass Oli statt Carl da die Feile runter kommt. Ich denke Tatjana und Bibbsch ging es genauso, nur anders rum. Bei „Alle Fragen sind gestellt“ hatte ich das Bedürfnis mitzusingen. Es war so genial, das Ensemble war so hammergut. Carls „Der letzte Tanz“ war toll, vor allem das Ende. Ich hab auch öfter mal Stephanie beobachtet, sie hat ihre Sisi ziemlich unruhig gespielt. Ich bewundere außerdem den Franz-darsteller, er muss so ewig lange still stehen. Eine meiner Lieblingsstellen ist „Elisabeth, sei nicht verzweifelt“, aber leider finde ich es, wie auch in Berlin, etwas dumm, dass Elisabeth „Geeh!“ singt, wenn der Tod schon längst rausgefahren ist. "Milch" war das Highlight des ersten Aktes! Ich liebe Milch, ich liebe diese Power und ich liebe, wie sie ihre Milchkannen auf den Boden donnern!!

In der Pause hab ich aus dem Fenster gesehen und sah- Schnee! Überall!

Melly hat geschrieben, dass sie TdV-geschädigt ist, so von wegen Darsteller kommen durch den Zuschauerraum. Ich war immer noch Cats-geschädigt, obwohl ich weiß, dass bei Elisabeth eigentlich niemand kommt. Aber bei „Kitsch“ hab ich dann trotzdem mal die Tür zu meiner Linken im Auge behalten, bis ich Bruno hab singen hören. Es hat sehr viel Spaß gemacht, Bruno bei „Kitsch“ zuzuschauen. Bei „Eljen“ hab ich mich gewundert, steht der Tod da nicht auch schon auf dem Adler? „Wenn ich tanzen will“ hätte meiner Meinung nach noch mehr Power haben können. Bei „Mama, wo bist du“ liebe ich besonders die Interaktion von Tod und Rudolf und Carl hat hier auch sehr süß gespielt. „Nichts, nichts, gar nichts“ war dann ein weiteres Highlight!
Und das nächste Highlight war „Nur kein Genieren“ ! Sie haben ja im Vergleich zu Berlin das leicht geändert, oder gab es da dieses lila Sofa auch schon? Jedenfalls haben Susanna und Bruno so cool miteinander gespielt und geflirtet, inklusive Nasreiben. Und Susanna hat Bruno in die Hand geäschert.
Ich liebe es ja wenn der Arzt kommt, also bei „Maladie“. Carl hat die Kette gefangen, was aber auch einfacher war, denn er war irgendwie viel näher dran. Bei „Nie kommt sie zur Ruhe“ hab ich mich wieder über das Ensemble gefreut, das so toll gesungen hat. Ich wusste nicht, dass Lucheni Rudolf bei den Schatten zum Tod schubst, aber es hat mir gefallen. Und die Schatten waren das nächste Highlight. So toll!
“An Deck der sinkenden Welt“ (liebe ich übrigens auch) war auch wieder genial. Ich finde es total gut, dass der Tod und Franz beide auf der Feile stehen. Carl hat auch schön genervt geschaut, als er Franz gesehen hat. Und wieder dieses tolle Zusammenspiel von Tod und Lucheni.
Bruno hat die Feile gefangen. Schade aber, dass er danach erstmal von der Bühne ist. Er ist dann ja gleich darauf bei „Was wollten sie in Genf….“ wieder aufgetaucht um dann wieder zu verschwinden und gleich darauf, auf der Feile zu erscheinen und Elisabeth die Feile in die Brust (oder eher in den Bauch) zu rammen. Beim „Sie stirbt!“- Ausruf hab ich „Och nein, noch nicht!“ gedacht. Ich wollte noch nicht, dass es schon wieder zu Ende ist. 
 „Der Schleier fällt“ war einfach schön. Und Carl hat, als er Elisabeth hingelegt hat, noch so lange und so süß ihre Hand gehalten.
Es standen soo wenig Leute beim Schlussapplaus, aber ich bin bei Markus Pol/ Bruno Grassini aufgestanden. Das musste einfach sein.

Zu den Darstellern


Elisabeth: Stephanie Sturm
Erst einmal muss ich sagen, dass sie leider gar nicht wie eine Elisabeth aussieht, finde ich. Sie hat mich eher an die Helene auf der Elisabeth- DVD erinnert. Gesanglich fand ich sie gut, ihre Stimme ist eher klassisch. Bei „Ich gehör nur mir“ hat sie aber nicht den ganz hohen Ton gesungen. Ihr Lied war sowieso „Nichts, nichts, gar nichts“ das war so ergreifend und richtig gut gesungen. Aber irgendwie hab ich nicht hauptsächlich auf sie geachtet, obwohl sie ja die Hauptrolle ist.

Der Tod: Carl van Wegberg
Auch nicht den Tod, den ich sehen wollte, aber ich wollte Carl eine Chance geben. Und er hat sie nicht vertan. Gesanglich war er toll, seine Stimme ist schön rockig. Und auch schauspielerisch hat er mir gefallen. Er war majestätisch und ja, ich mag ihn. Ich hab ihn gleich mal gegooglet und geyoutubet, hab aber nicht viel gefunden. Ach ja, erstaunlicherweise hat er mir sogar in seinem weißen Outfit besser gefallen.

Luigi Lucheni: Bruno Grassini
Ach Lucheni! Ich mag Bruno und ich hab mich auch immer gefreut, wenn er auf die Bühne kam. Da hab ich mich immer Zuhause gefühlt.  Trotzdem mag ich Bruno’s Gesang an manchen Stellen nicht oder besser gesagt, ich wünschte mir, er würde Töne länger aussingen, wie z.B. „Un grande amore“ das könnte er so genial machen. Bruno hat auch sehr toll mit Carl als Tod agiert, das war echt nach meinem Geschmack (und mir ist das ja schon wichtig )
Gestern war er auch sehr gut drauf, so kam es mir vor, beim Schlussapplaus ist er richtig rumgehüpft.
Also er hat mir wesentlich besser gefallen, als letztes Mal.

Franz- Joseph: Markus Pol
Hm, Franz geht eigentlich immer an mir vorbei bis zu der Stelle bei der Totenklage, bei dem er Sisi die Hand reicht und sie ihn abweist. Da hab ich immer voll Mitleid mit ihm.

Rudolf: Thomas Hohler
Er hat mir auch gut gefallen. Das einzige, was mich gestört hat, war, dass er „Mutter“ und nicht „Mama“ gesagt hat. „Mama“ ist viel ergreifender.

Sophie: Christa Wettstein
Ich mag ihre Stimme immer noch nicht. Aber sonst so, fand ich sie ganz gut. Sophie muss man ja jetzt auch nicht so mögen.
„Vorbild“ hat sich diesmal übrigens wirklich wie „Vorbild“ und nicht wie „Pony“ angehört. Schade!

Ludovika: Susanna Panzner und Max: Thomas Bayer:
Zu beiden kann ich nicht viel sagen. Susanna hat mir gut gefallen, Thomas Bayer kam mir schon ein bisschen zu alt rüber.

Der kleine Rudolf: Valentin Teufel
Er sah höchstens aus wie 6 oder 7. Nach „Mama, wo bist du“ hat er den wohl stärksten Zwischenapplaus bekommen.

Ensemble
Ich liebe es! Elisabeth hat so viele tolle Ensembleszenen und die waren alle so hammergut! Das Orchester war auch toll. Ich mag es laut und rockig und powerful!
Im Ensemble ist mir leider nur Patrick Stamme aufgefallen und Lars (ist das der von ITDJ?). Esther Hehl hat mir diesmal auch besser gefallen, nur sagt sie immer noch "Erzherzoogin".

Leider war die Heimfahrt einfach nur schrecklich. Wir brauchten ungefähr eine Stunde um aus Frankfurt raus zu kommen und der Schnee erschwerte dann alles noch mehr. Die meiste Zeit 70 auf der Autobahn und zwischendrin sind wir sowieso Landstraße durch die Rhön gefahren. Ach ja, hinwärts hab ich übrigens 6 Bonifatius-plakate gezählt.
Wir haben für die Heimfahrt dann doppelt so lange gebraucht wie für die Hinfahrt. Ich weiß schon, warum ich keinen Schnee mag!

Elisabeth - die Legende einer Heiligen; So 12.07.09; 14.00 Uhr

Elisabeth - die Legende einer Heilgen, Eisenach, 12.07.09; 14.00 Uhr

Als ich am Sonntag aufwachte, kam es mir gar nicht so vor, dass ich bald endlich seit ewiger Zeit wieder ein Musical sehen würde. Normalerweise war ich immer freudig aufgeregt, aber dieses Mal stellte sich das erst im Theater ein.
Um 11 Uhr fuhren wir los, nachdem uns unser Navi noch gesagt hat, dass es zwei Eisenachs gibt. Aber in das in Bayern wollten wir nicht.
12.15 kamen wir in Eisenach an. Wir hätten auch gut eine Stunde später losfahren können, aber das weiß man ja vorher immer nicht. Geparkt haben wir ganz in der Nähe des Theaters und sind dann in die Stadt. Es hat dann aber angefangen zu regnen, wir hatten die Schirme natürlich im Auto gelassen. Also haben wir uns kurz untergestellt. Dann sind wir aber doch zurückgegangen um Schirme zu holen und als wir aus dem Parkhaus raus kamen, hat es dann natürlich aufgehört. Nach einen kurzen Bummel durch die Fußgängerpassage und einem Besuch in der Buchhandlung „Eule“, kamen wir dann etwa kurz vor halb 2 beim Theater an, haben meinem Vater die Schirme und Jacken in die Hand gedrückt und haben dann erstmal ein Programmheft gekauft.

Von außen hat mir das Theater nicht so gut gefallen. Ich finde, es könnte mal restauriert werden (aber soll es nicht sogar geschlossen werden?)
Von innen war es ganz schnuckelig, hat mich ein bisschen ans TdW erinnert, nur in kleinerer Ausgabe.

Unsere Plätze waren … weit vorne! Reihe B Platz 5 und 6. Was hieß, dass wir im oder besser gesagt auf dem eigentlichen Orchestergraben saßen. Ich fand das ja erst ein bisschen sehr nah, aber es stellte sich heraus, dass die Plätze vorzüglich waren. Außerdem saßen wir mitten in einer Reisegruppe, aus welcher uns eine Frau fragte, warum wir denn zwischen ihnen säßen.
Meine Mutter ärgerte sich dann noch kurz darüber, dass es kein Live-orchester gab und dann ging es los.

Vorwarnung: Im Verlauf des Berichtes könnte es etwas langweilig werden, weil ich mich dauernd wiederhole.^^

Akt 1: Den Prolog mag ich, allerdings erst, ab der Stelle an der Wolfram anfängt zu singen. Ich habe mich sehr gefreut Kristian Vetter wieder zusehen. Ich hätte gar nicht gedacht, dass sie im Prolog so eine Choreografie haben, aber sie hat mir sehr gut gefallen. Ein Stern aus Ungarn ist ebenfalls ein schönes Lied, allerdings hatte ich eine kleine Träne in meinem Auge, als die kleine Elisabeth angekommen ist. Und dann (nach Wolfram und Walther) Sabrina! Mit einem wunderschönen Hol mich heim. Und gleich darauf Armin Kahl. Der Dialog zwischen Elisabeth und Ludwig hat mir sehr gut gefallen. Sabrina war so scheu und gleichzeitig zu bestimmt und Armin war so verliebt und so schüchtern. <img src=" src="wcf/images/smilies/love.png" border="0" />
Höfisch mochte ich auf der CD eigentlich nicht so sehr, aber auf der Bühne war es echt cool. Vor allem das Tanzen war wieder toll. Mit Armin, also Ludwig kam ja auch sein Bruder auf die Bühne. Der sah allerdings nicht aus wie Christian Schöne, deshalb war ich nicht sicher, ob das Heinrich war. Er war es, wie sich später herausstellte. Jesco Himmelrath als Hermann hat mir auch gefallen, er kann auch so lustig grimmig gucken. Sein Tod war, nun ja auch nicht gerade tragisch.^^
Dann kam aber ein sehr sehr schönes Herr, bewahre ihn von Armin, wo er ganz vorne am Bühnenrand stand. Sie raubt dir die Sinne bestätigte mir dann, dass Christoph Maria Kaiser an diesem Abend Heinrich spielte. Du rettest die Welt für mich war wieder ein sehr schönes Solo von Sabrina. Und dann: Auftritt Konrad von Marburg: Chris!! Ich muss irgendwie immer grinsen, wenn ich ihn sehe. Jedenfalls größtenteils. Illusion vom Paradies und Das Ende aller Zeiten waren großartig, ich hätte es aber auch nicht anders erwartet. Ein Lied, in dem Sabrina dem Hofstaat und Heinrich klar macht, dass sie ihr Verhalten nicht mehr länger duldet hat mir auch sehr gut gefallen. Wie heißt das? Mit Der erste Schritt wurden wir in einer guten Stimmung in die Pause entlassen.
In der Pause stellte ich erfreut fest, dass ich gar keinen Klappsitz hatte und so das Aufstehen beim Schlussapplaus einfach werden würde, als sonst immer. Außerdem stellte ich mich schon mal darauf ein, dass es jetzt traurig werden würde.

Akt 2: Jerusalem ist noch so ein Lied, das ich auf der CD immer irgendwie unterschätzt und dadurch kaum gehört habe. Aber seit gestern werde ich das nicht mehr tun. Der Augenblick war schön und traurig, Sabrina und Armin spielten wieder toll zusammen. Veitstanz hat mich irgendwie irritiert, es kam mir so sehr wie modernes Tanztheater vor und hat mir jetzt nicht ganz so gut gefallen. Dann kam Die Welt ist tot und die arme Sabrina/ Elisabeth hat mir so Leid getan. Gleich darauf kam allerdings das rockige Dein Herz kennt keine Liebe, was ich sehr mag. Mara hat das auch toll gesungen. Standesgemäß war bunt und gut. Darauf folgten die ganzen Szenen im Armenhaus und hier kam auch endlich das neue Duett von Elisabeth und Konrad. Es war kein Duett in der Art von Wenn ich tanzen will eher so wie Mrs. de Winter bin Ich, versteht ihr? :D Sabrina und Chris haben mich echt umgehauen, vor allem Sabrina hat sich noch mal so richtig verausgabt. Ich war beeindruckt. Aber ich habe leider keine Ahnung, wie das Lied heißt.
Das Ende nahte. Auch für Elisabeth. Es ertönten die ersten Töne von So weit der Himmel reicht und bereits da hatte ich Tränen in den Augen und einen Kloß im Hals.Schon, wenn ich nur dran denken, kommen mir schon wieder die Tränen. ;( Ich musste mich echt zusammen reißen nicht lauthals loszuheulen.^^ Auch beim Finale und sogar beim Schlussapplaus war ich noch sehr tränennah. Es gleitet ein Traum durch die Zeit haben sie übrigens weggelassen.
Wir waren wirklich sehr ergriffen von der Show. Meine Mum brachte es hinterher auf den Punkt: „Wenn der Applaus nicht die Belohnung der Künstler wär, müsste man eigentlich aus so einem Stück ganz leise herausgehen.“

So zu den Darstellern sag ich jetzt auch noch was:
Elisabeth - Sabrina Weckerlin: Was soll ich da schon noch groß sagen außer genial? <img src=" src="wcf/images/smilies/love.png" border="0" /> Ihre Stimme ist der Hammer und außerdem sieht sie aus wie ein Engel. Sie hat mir wieder mal bewiesen, was für eine tolle Darstellerin sie doch ist und ich hoffe sie noch oft live erleben zu können. Sie ist es auch, die ich schon am meisten live gesehen habe.

Konrad von Marburg - Chris Murray: Chris war mir Sabrina derjenige, den ich unbedingt sehen wollte, nachdem er mir schon in Kloster Veßra so gut gefallen hatte. Seine Stimme ist grandios. Und er hat echt etwas Irres an sich. Er hat es in kürzester Zeit geschafft, dass ich ein Fan von ihm geworden bin.

Ludwig - Armin Kahl: Ebenfalls sehr gut, sehr sympathisch als Ludwig, tolle Stimme. Und wie er als Ludwig mit Elisabeth umgegangen ist war sehr süß.

Wolfram von Eschenbach und Walther von der Volgelweide – Kristian Vetter und Jesse Garon: Meine Mutter fand das mit den beiden etwas überflüssig und albern. Mich hat es nicht gestört, da ich vor allem Kristian und die Art, wie seine Rolle ist, mag. Wunder oder Wahrheit von ihm war toll, leider habe ich keine Rose gefangen, die er am Schluss ins Publikum geworfen hat.

Landgräfin Sophie – Mara Dorn: Mara hat sehr gut in die Rolle gepasst, sie hatte ein sehr stattliches Auftreten. Ich finde auch gar nicht, dass Sophie am Anfang „böse“ ist. Wie schon gesagt Dein Herz kennt keine Liebe hat mir sehr gut gefallen.

Heinrich – Christoph Maria Kaiser: Ich hätte zwar gerne auch Christian Schöne gesehen, aber Christoph war auch sehr gut, wie alle anderen Sänger eigentlich. Aber er hatte einen leichten schwulen Touch.^^ Ich hab ihm die Rolle aber voll abgekauft.

Guda – Saskia Leppin: Sehr süß, sie strahlt richtig.

Bischof Eckbert - Robert Meyer: Er war auch gut.

Also, wie man lesen kann: die Darsteller haben alle wunderbare Stimme und sind alle großartig. Auch das Ensemble war sehr engagiert und gut drauf. Besonders ist mir Oliver Heim aufgefallen, er ist knuffig. Und Nadja Weise ist mir auch oft aufgefallen. Übrigens wirkten auch die Männer im Ensemble alle etwas schwul.

Fazit: Ich bin begeistert. Will noch mal!